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Deutscher Pinscher

Deutscher Pinscher

Der Deutsche Pinscher wird von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) als anerkannte deutsche Hunderasse geführt. Die Zucht als Rassehund geht in Deutschland auf die 90er Jahre des 19. Jahrhunderts zurück, der Deutsche Pinscher ist also seit gut 100 Jahren in Deutschland in der Zucht anerkannt. Seit dieser Zeit hat er sich nach überlieferten Aufzeichnungen kaum verändert, wurde er doch schon im Jahr 1894 in der glatt- oder rauhaarigen Variante beschrieben, wobei die rauhaarigen Pinscher den weitaus größeren Anteil der Deutschen Pinscher ausmachten.

Ein Blick auf die Herkunft

Noch Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre hinein war der glatthaarige Deutsche Pinscher in einem Wurf in der Regel in der Minderzahl. Erst in den 1950er Jahren gewann die Zucht zunehmend an Bedeutung, diesem Umstand ist es dann auch zu verdanken, dass der ehemals als Stallhund gehaltene hübsche Pinscher als Rassehund überlebt hat. Im Jahr 1958 konnte der erste Wurf nach vielen Jahren gemeldet werden, der Deutsche Pinscher wird als glatthaariger Pinscher im Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V. geführt. Die rauhaarige Rasse ist heute unter dem Namen Schnauzer bekannt, ungeachtet der Trennung der Rassen werden beide Hunde gemeinsam im eingetragenen Pinscher-Schnauzer-Klub geführt.

Ob der Pinscher auf den englischen Terrier zurückgeht oder umgekehrt, ist bis heute nicht einwandfrei überliefert. Sicher ist allerdings, dass die cleveren Hunde früher bevorzugt zur Vernichtung von Ratten und Mäusen gehalten wurden und als Stallhunde zur Zeit der Jahrhundertwende auf jedem Bauernhof ansässig waren. Einige scheinbar wenig schmeichelhafte Bezeichnungen wie „Stallpinscher“ oder „Rattler“ gehen auf diese Zeit zurück, sie waren ganz ursprünglich als Auszeichnung der robusten, wendigen und auch mutigen Hunde gedacht, die sogar vor Ratten und ähnlichen Angreifern nicht zurückschreckten. Und auch als Kutschenhunde waren die dunklen Tiere sehr begehrt, durfte ein Kutscher doch sicher sein, dass Kutsche und Pferd völlig unbehelligt blieben, solange ein Pinscher als Wache anwesend war. Im Jahr 2003 wurde dem weiterhin geringen Bestand an Deutschen Pinschern Rechnung getragen, die Rasse wurde mit dem Spitz zu den gefährdeten Haustieren erklärt.

Aussehen und Gesundheit

Mit einer Größe zwischen 45 und 50 Zentimetern und einem Gewicht von 14 bis 20 Kilogramm ist der Deutsche Pinscher ein mittelgroßer Hund. Der Zwerg- oder Rehpinscher ist ein kleinerer und leichterer Artgenosse, der dem Deutschen Pinscher äußerlich allerdings sehr ähnelt. Das Fell ist kurz und dicht, es ist glatt anliegend und glänzend, was den Pinscher in jeder Größe zu einer echten Schönheit macht. Etwa 20 Prozent der Tiere zeichnen sich durch rote Abzeichen oder durch ein rotes Fell aus. Der Deutsche Pinscher gilt als recht robuste Rasse, zuchtbedingte Erbkrankheiten sind selten. Neben den Pflichtuntersuchungen sorgen freiwillige Vorsorgeuntersuchungen gegen erbliche Augenerkrankungen, gegen Farbverblassung (Dilute) oder gegen die von-Willebrand-Krankheit, dass diese Schönheit unter den mittelgroßen Hunden lange erhalten bleibt.

Wissenswertes zum Wesen

Der Pinscher gilt heute als Familientier, er eignet sich für aktive Menschen, unabhängig vom Wohnort. Er fühlt sich in der Stadt ebenso wohl wie auf dem Land auf einem Bauernhof. Wachsam, aber nicht aggressiv, ist seine Jagdlust unterschiedlich stark ausgeprägt, auch sein Hang zur Eigenständigkeit mag unterschiedlich intensiv sein. Der Pinscher gilt als aufmerksam und ist gut in der Wohnung zu halten. Im Freien und in der Natur entfaltet sich allerdings sein temperamentvolles Wesen, wobei er sich durch einen gutmütigen Charakter, durch Ausdauer und Widerstandsfähigkeit auszeichnet. Das macht ihn als Reitbegleitung und im Hundesport ideal einsetzbar, wenn man den Deutschen Pinscher nicht nur als Familienhund halten möchte. Die hübschen Tiere gelten als anpassungsfähig und vielseitig, sie sind wissbegierig, und sie lernen schnell. Das macht den Deutschen Pinscher insgesamt zu einem fast universell einsetzbaren und praxistauglichen Hund, der sich in einer Klein- oder Großfamilie gleichermaßen wohlfühlt.