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Deutsche Dogge

Deutsche Dogge

Die Deutsche Dogge (auch Englische Dogge oder Dänische Dogge) ist eine deutsche Hunderasse, die von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannt ist (Gruppe 1, Sektion 2.1). Die Vorfahren der Deutschen Doggen wurden zu Beginn des 16. Jahrhunderts aus England eingeführt und werden seit dem 17. Jahrhundert in Deutschland gezüchtet.

Merkmale der Deutschen Dogge

Die Deutsche Dogge verfügt aufgrund ihres großen und harmonischen Körperbaues über eine besonders eindrucksvolle Gesamterscheinung, die Eleganz, Stolz und Kraft zum Ausdruck bringt. Die Deutsche Dogge gehört zu den besonders großen Hunderassen: Die Höhe des Widerrists beträgt bei Rüden mindestens 80 und bei Hündinnen mindestens 72 Zentimeter. Der gültige Rassestandard beschreibt die drei Farbschläge „Gefleckt und schwarz“ sowie „Gelb und Gestromt“ sowie „Blau“.Als „gefleckt“ werden Doggen bezeichnet, die auf einer weißen Grundfarbe ungleichmäßige, zerrissene tiefschwarze Flecken aufweisen. Gefleckte Doggen werden auch Diamant-, Harlekin- oder Tigerdogge genannt. Der „Manteltiger“ als eine besondere Form der gefleckten Dogge besitzt einen mantelartig schwarz bedeckten Körper, während Fang, Hals, Bauch und Brust, die Läufe sowie die Rutenspitze weiß ausfallen können. „Plattenhunde“ sind gefleckte Doggen, die auf einem weißen Körper ausgedehnte schwarze Platten zeigen. Aus gefleckten Züchtungen stammende lackschwarze Doggen dürfen weiße Abzeichen tragen. Braune und graue Flecken sind gemäß FCI in der Zucht gefleckter Doggen nicht erwünscht. „Grautiger“ weisen eine graue Grundfarbe mit schwarzen Flecken auf.

Gelbe Doggen verfügen über eine (teilweise helle) goldgelbe Farbe und eine schwarze Maske. Gestromte Doggen besitzen zusätzlich möglichst klar und regelmäßig gezeichnete Streifen, die in Rippenrichtung verlaufen.

„Blaue“ Doggen weisen eine stahlblaue Färbung auf, doch werden an Pfoten und Brust weiße Zeichnungen zugelassen. Wie bei den gefleckten Tieren gibt es auch im blauen Farbschlag schwarze Doggen, die jedoch im Gegensatz zu den aus der gefleckten Zucht stammenden Schwarzfarbigen über kleinformatigere weiße Abzeichen an Pfoten und Brust verfügen. Die beiden Arten der schwarzgefärbten Doggen werden in der Zucht voneinander getrennt, sind jedoch in Ausstellungen in einer gemeinsamen Kategorie vertreten.

Eine Vermischung der drei Farbschläge ist nicht zulässig. Eine Ausnahme gilt für die Sanierungszucht, die der Erforschung von Erbmerkmalen dient. Aus den Sanierungszuchten haben sich Fehlfarben z. B. in Form von Blaugefleckten, Braungefleckten, Gelb- und Blaumanteltigern sowie Porzellandoggen entwickelt. Verboten ist seit 1990 in Deutschland die Paarung gefleckter Doggen untereinander, da gefleckte Tiere eine Genmutation tragen können, die „Merle-Gen“ oder „Merle-Faktor“ genannt wird, sich auf das Pigment Eumelanin auswirkt und sich äußerlich durch Aufhellung brauner und schwarzer Haare zeigen kann. Nachkommen ausschließlich gefleckter Doggeneltern mit dem Merle-Faktor verfügen über ein 25%iges Risiko, an Blindheit oder Taubheit zu leiden.

Das Wesen der Deutschen Dogge

Deutsche Doggen zeichnen sich durch ihr anhängliches, liebevolles und freundliches Wesen aus und empfehlen sich als lernbereite, selbstsichere und unerschrockene Familien- und Begleithunde. Sowohl im Umgang mit Menschen als auch mit anderen Hunden erweist sich ihre große Verträglichkeit, ihr fehlendes Aggressionsverhalten und ihre hohe Reizschwelle. Fremden Personen gegenüber sind Deutsche Doggen zunächst zurückhaltend. Die Deutsche Dogge nimmt am Leben der sie umgebenden Menschen gerne teil und zeigt sich im Vergleich zu anderen Hunderassen weniger unterwürfig. Auch das Zusammenleben mit weiteren Haustieren ist nach entsprechender Gewöhnung unproblematisch.

Rassespezifische Erkrankungen

Deutsche Doggen sind vergleichsweise krankheitsanfällig. Im Alter weisen sie überdurchschnittlich oft Krebserkrankungen auf. 28 % aller Tiere erreichen nicht das fünfte Lebensjahr, 59 % nicht das achte und 83 % nicht das zehnte Lebensjahr.Aufgrund ihrer Größe neigen Deutsche Doggen zu Herzmuskelerkrankungen (Cardiomyopathie), Fehlentwicklung des Hüftgelenks (Hüftgelenksdysplasie), Knochenkrebs und Magendrehungen. Um das Risiko von Knochenerkrankungen zu reduzieren, muss bereits im jugendlichen Alter hochwertiges Futter gegeben werden.

Auch Züchtungsfehler können Krankheiten auslösen. Zu ihnen gehören Bindehautsentzündungen durch züchtungsbedingt zu starke Lefzen-Ausbildungen. Verletzungen durch Aufschlagen des sensiblen Schwanzes erfordern zuweilen sogar dessen Amputation.