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Deutsche Bracke

Deutsche Bracke

Bei der Deutschen Bracke handelt es sich um einen mittelkleinen Jagdhund mit ausgeprägtem Bewegungsdrang und unermüdlichem Spürwillen. Trotz seiner ursprünglichen Instinkte, die ihn für die Spürjagd im Wald prädestinieren, ist dieser kleine Hund anhänglich, feinfühlig und wesenfest.

Deutsche Bracke - beliebter Jagd- und Begleithund

Von Jägern wird diese Rasse gern in Rudelhaltung im Zwinger versorgt. Doch die Deutsche Bracke ist als ruhiger Zeitgenosse durchaus für Haus oder Stadtwohnung geeignet und gilt als ruhiger, verträglicher Zeitgenosse. Der Hund zeichnet sich durch Sauberkeit, Wachsamkeit und Kinderfreundlichkeit aus. Die Fellpflege ist einfach und unaufwändig. Allerdings benötigt der Vierbeiner bei Wohnungshaltung reichlich Auslauf und Beschäftigung im Freien.

Der starke Bewegungsdrang dieser Hunderasse muss unbedingt befriedigt werden, damit die Tiere gesund und ausgeglichen bleiben. Tägliche ausgedehnte Spaziergänge (am liebsten im Wald) sind daher unabdingbar. Mit ihrer feinen Nase, ihrem hervorragenden Orientierungssinn und ihrem eisernen Spurwillen eignet sich die Deutsche Bracke sehr gut als Gebrauchshund für die Jagd, als Spürhund für Polizei und Zoll oder für den Hundesport.

Geschichte, Herkunft, Entwicklung

Bracken sind ein uralter deutscher Jagdhundeschlag. Bereits die Germanen setzten diese Hunde für die Jagd ein. Später gelangten Bracken nach Skandinavien und in den Alpenraum und verbreiteten sich von dort aus weltweit. 1896 wurden vom ersten Deutschen Brackenclub in Olpe sämtliche nordwestdeutschen Brackenarten zusammengefasst. Seit 1900 lautet die offizielle Bezeichnung dieser Rasse Deutsche Bracke. Regionalgeprägte Namen sind auch "Olper Bracke", "Sauerländer Bracke" oder "Westfälische Bracke".

In der Rassensystematik der FCI ist die Deutsche Bracke in der Gruppe 6 („Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen“), Sektion 1.3 („kleine Laufhunde“), Standard Nr. 299 aufgeführt.

Erscheinungsbild:

Die Deutsche Bracke besitzt einen schlanken, harmonischen Körperbau mit kräftiger Muskulatur und einer Schulterhöhe von 40 bis 52 Zentimetern. Geschlechtsabhängig beträgt das Körpergewicht 15 bis 23 Kilogramm. Bauchpartie und die extrem kräftige Rute sind dicht behaart. Der leicht langgestreckte Kopf mit den anliegenden Hängeohren besitzt einen sehr freundlichen Ausdruck. Die Augen sind mandelförmig, der Blick aufmerksam, die Nase zweifarbig.

In der Zucht wird die dreifarbige Fellvariante bevorzugt. Die Deutsche Bracke besitzt rotbraunes bis gelbes Haarkleid auf weißem Grund mit dunkelbraunem bis schwarzen Sattel oder Mantel. Brust und Bauch sind weiß. Markenzeichen dieser Rasse sind die typischen Brackenabzeichen: weißer Fang mit Halsring sowie weiße Läufe und eine weiße Rutenspitze. Die Optik wird allgemein als attraktiv bezeichnet. Für einen Kurzhaar ist das Haarkleid relativ lang, aber fest und hart.

Haltung und Pflege:

Als zuverlässiger, aber umgänglicher Jagdhund ist die Deutsche Bracke für Zwingerhaltung, Rudelhaltung und Einzelhaltung in der Wohnung geeignet. Das Fell ist pflegeleicht, bürsten und ein gelegentliches Bad sind ausreichend. Trimmen ist nicht notwendig. Die Deutsche Bracke gilt als erbrein und robust, Erbkrankheiten sind nicht bekannt. Der ursprünglich für die Jagd gezüchtete Hund besitzt alle guten Eigenschaften eines Jagdhundes. Draußen ist er ein zuverlässiger, lautgebender Fährtenhund, im Haus ist er ruhig, geduldig und sehr menschenbezogen. Er benötigt viel Bewegung und eine sinnvolle Aufgabe. Unterfordert kann die Deutsche Bracke unliebsame Eigenheiten entwickeln. Ist der Vierbeiner jedoch ausgelastet, dann ist er ein sehr angenehmer und anhänglicher Begleiter.

Jagd, Sport, Freizeit:

Das schöne Tier ist ein hervorragender Begleithund. Zuchtziel ist allerdings nach wie vor der Jagdgebrauch. Bracken werden in der „Lauten Jagd“ und in der "Schweißarbeit" eingesetzt. Sie stöbern bellend und japsend durchs Unterholz und treiben somit Wildsau, Hase, Fuchs und Kaninchen in niederwildarmen, unübersichtlichen Waldrevieren in Richtung des Jägers. Außerdem zählt das Aufspüren und Apportieren von kleinerem Haarwild zu ihren Aufgaben.

Für die Nutzung als Jagdhund ist eine Prüfung erforderlich. Im Freizeitsport werden Hundehalter mit ihrer Deutschen Bracke beim Dummytraining, Apportieren, Dogtrecking, Discdogging und Geocaching viel Freude haben. Wer keinen Hundesport machen möchte, für den sind tägliche ausgedehnte Spaziergänge mit ausgiebigem Freilauf an der langen Leine Pflicht.