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Deerhound

Deerhound

Der aus Großbritannien stammende Deerhound erreicht eine imponierende Größe. Laut Rassestandard sollen die Rüden eine Schulterhöhe von mindestens 76 cm, Hündinnen mindesten 71 cm erreichen. Die Entwicklung ist jedoch diesbezüglich weitergegangen. Heute gezüchtete Deerhounds sind durchschnittlich 10 % größer. Die wichtigsten Klassifikationsmerkmale sind:
Klassifikation: FCI-Gruppe 10 (Windhunde)
Stockmaß und Gewicht des Rüden: ab 76 cm / rund 45,5 kg
Stockmaß und Gewicht der Hündin: ab 71 cm / rund 36,5 kg
Ursprung: Großbritannien
Farben: silber-, blau- und dunkelgrau

Beschreibung

Der Deerhound fällt sofort durch sein raues, drahtiges, Nässe abweisendes Haarkleid auf, das überwiegend die Farbschläge einer silbergrauen, blaugrauen oder dunkelgrauen Tönung aufweist. Dieses Fell sorgte seit der Züchtung dieser Rasse für eine hervorragende Anpassung an das raue britische Hochlandklima, der Deerhound bewegt sich vorzüglich im Freien. Wer den Hund betrachtet, kann ihn sich bestens in der Umgebung schottischer Castles und ausgedehnter Parks um die herrschaftlichen britischen Landsitze herum vorstellen. Dort war er auch immer zu Hause, in früheren Jahrhunderten wurde er in solchen Umgebungen gehalten. Seine vorzugsweise fürstlichen Besitzer setzten ihn bei der Jagd auf Hirsche, Rehe, Elche und Wildschweine ein. Im Ursprungsland Schottland ist heute die Jagd auf Hirsche sehr selten geworden, lediglich Rehe werden noch mit dem Deerhound verfolgt, weil sie sich in den letzten Jahren stark vermehrt haben. Die Hunde treffen häufig auf sie und folgen dann naturgemäß ihrem Instinkt und ihrer Abrichtung. Das ist aber ein seltener Fall, denn es halten keinesfalls nur passionierte Jäger einen Deerhound. Dieser hat damit wie viele andere Rassen seine ursprüngliche Aufgabe verloren, für die er einst gezüchtet wurde. Dennoch ist der Bestand nicht zurückgegangen, auch haben Deerhounds keinesfalls ihre stolzen Eigenschaften verloren. Sie gelten als überaus beliebte Hunde und gaben schon ab 1920 in Deutschland ihr Debüt, wurden dann auf dem Kontinent etwas vergessen und hier ab den 1970er Jahren wieder verstärkt gezüchtet.

Zucht und Eigenschaften von Deerhounds

Ein Deerhound passt sich bestens an alle Lebensumstände an, das gehört zu seinen vielen Vorzügen. Trotz seiner Größe kann er im Haus gehalten werden, der Familienanschluss ist für die Rasse sehr wichtig. Jedoch bringen manche Halter auch Deerhounds im Rudel und dabei im Freien unter, was durch deren Robustheit keine Probleme verursacht. Hohen Aufwand verursachen die Zucht von Deerhounds und die Aufzucht von Jungtieren. Wer einen Welpen anschafft, sollte sich über die Ansprüche des schnell wachsenden Jungtieres im Klaren sein. Es benötigt ausgewogene, hochwertige Ernährung und angemessene Bewegungsmöglichkeiten, damit der Knochenaufbau korrekt erfolgt. Das Fell wird 7 - 10 cm lang und benötigt gelegentliches Überbürsten, es nimmt auch bei nassem Wetter kaum Schmutz auf. Daher gelten Deerhounds als relativ stubentauglich. Es sind sehr intelligente Hunde mit hohem Einfühlungs- und Anpassungsvermögen, die sich beim Menschen wohlfühlen, jedoch eine sehr gerechte Behandlung benötigen. Ansonsten reagieren sie vorübergehend beleidigt. Die übrigen Charaktereigenschaften sind:
- Sanftmut und Gelassenheit
- frei von Aggressivität
- liebenswürdig
- geduldig mit Kindern
- ruhig und angepasst im Haus

Viele Besitzer halten einen Deerhound für den Reitsport, wo er als idealer Begleiter gilt. Im Hundesport ist diese Rasse für Coursings sehr dankbar, die ihrem natürlichen Bewegungsdrang entgegenkommen.

Historisches zum Deerhound

Dieser Hund wurde früher “Schottischer Hirschhund” genannt, er gilt als Aristokrat in der Welt der Hunde. Es ist die älteste schottische Hunderasse, das kann durch frühmittelalterliche Berichte belegt werden. Sir Walter Scott setzte dem Deerhound im 18. Jahrhundert ein Denkmal, die Rasse taucht in etlichen seiner Dichtungen auf. Man vermutet ohne gesicherten Nachweis, dass der Deerhound vom keltischen Windhund abstammt, jedoch könnte er auch der Nachfahre einer Urhunderasse sein, die schon vor der keltischen Besiedlung auf den britischen Inseln beheimatet war. Möglicherweise stellen Beschreibungen von Römern aus dem 3. christlichen Jahrhundert den Deerhound dar.