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Dandie Dinmont Terrier

Dandie Dinmont Terrier

Der Dandie Dinmont Terrier wurde bereits im 18. Jahrhundert gezüchtet, seine genaue Herkunft ist nicht ganz geklärt, jedoch wurde er hauptsächlich von Travelern und Musikanten gehalten und stammt aus dem englisch-schottischen Regionen. Daher wurde er auch gerne "Border" genannt. Da er sich als niederläufiger Fuchs- und Otterjäger bewies, war er der Terrier auch bald bei Grundbesitzern und Bauern beliebt. Lange Zeit war diese Rasse auch als "Pepper" oder "Mustard" bekannt und erhielt seinen heutigen Rassenamen letztendlich durch einen Roman. Sir Walter Scott beschrieb in seinem Buch "Guy Mannering" diesen flinken, mutigen kleinen Hund, der schlau und eng mit seinem Herrn Dandie Dinmont war. Der Bekanntheitsgrad des Terriers und zeitgleich die Beliebtheit stiegen anschließend rapide an und selbst Queen Victoria ließ sich von ihrem Gemahl einen solchen Terrier schenken.
Obwohl schon 1875 der erste Klub in England gegründet wurde, ist die Rasse hierzulande noch recht unbekannt.
Dennoch erhielt er durch die FCI 1987 die Anerkennung als eigene Rasse und gehört somit zur Gruppe 3 (Terrier) in Sektion 2 (niederläufig ohne Arbeitsprüfung).

Erscheinungsbild

Der wuschelige Terrier wird etwa 25 cm hoch und sein Durchschnittsgewicht liegt bei 10 Kilogramm. Der Kopf des Dandie Dinmont Terriers hat eine solch voluminöse Haarpracht, dass er unverwechselbar wird. Dabei umrahmt sein seidiges Deckhaar das ausdrucksvolle Gesicht und lässt die großen dunklen Augen noch besser zur Geltung kommen. Als rassetypische Besonderheit gilt, dass dieses Deckhaar nicht lediglich aus einem dichten Schopf besteht und ihm somit jene Einzigartigkeit verleiht. Der verständige Blick eines Dandies kompensiert das sonst wieselartige Erscheinungsbild seines Körpers. Sein Kopf wirkt groß und kräftig, jedoch passend zum Rest. Sein Schädel ist recht breit, wird aber zu den Augen hin schmaler und besitzt eine schön gewölbte Stirn.
Den Terrier gibt es in Pfeffer- oder Senffarben, wobei die dunklen Farben von blau-schwarz bis silbergrau reichen und die helleren Senffarben von creme bis rostbraun. Die Oberseite des Hundes ist meist etwas dunkler als die Unterseite, die Läufe, Pfoten und Kopf. Oft findet sich auf der Brust ein kleiner weißer Fleck. Seine Nase, sowie der Gaumen sollten schwarz oder dunkel pigmentiert sein.
Seine Ohren stehen herabhängend weit auseinander und sind am Kopf tief angesetzt. Die Farbe der Ohren soll passend zum Deckhaar, jedoch eine Nuance dunkler sein. Weiterhin ist eine leichte Befederung in hellerer Farbe, die etwa 5cm oberhalb der Ohrenspitze beginnen soll, gewünscht. Diese Befederung zeigt sich meist aber erst zum zweiten Lebensjahr des Dandie Dinmont Terriers.
Seine Rute gilt als recht kurz und dick und wird in säbelartiger Haltung getragen. Die kurzen Beine sind ungewöhnlich gut bemuskelt, stehen relativ weit auseinander, bleiben dabei aber gerade. Lediglich die Vorderpfoten dürfen ein wenig nach außen rotieren. Die Hinterläufe sind geringfügig länger und weisen etwas kleinere Pfoten auf, als die Vorderhand.

Erziehung und Besonderheiten

Sehr intelligent und entschlossen mutig handelt es sich um einen typischen Terrierdickkopf, der abzuwägen scheint, ob sich der Gehorsam lohnen wird. Dennoch zeichnet er sich immer durch Anhänglichkeit und ruhigem Verhalten aus. Gebellt wird nicht ohne Grund. Der Dandie gilt in gleichermaßen als kinderlieb wie auch als schelmisch. Der Terrier lernt unheimlich schnell, glänzt jedoch keineswegs wegen seines Gehorsames.
Der Dandie Dinmont haart recht wenig, sollte aber aufgrund des langen Fells regelmäßig gebürstet und alle drei Monate getrimmt werden. Geschoren darf er nicht werden, da dies zum kompletten Verlust des harten Haares führen würde.