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Dalmatiner

Dalmatiner

Der Dalmatiner ist ein auffällig gefleckter, mittelgroßer Hund, der heutzutage als bunter Familienhund beliebt ist. Durch seine charakteristischen dunklen Punkte auf weißem Fell erkennt man den Dalmatiner auf den ersten Blick. Er gehört zu den Lauf- und Schweißhunden und entwickelt sich mit viel Lob und liebevoller Zuwendung zum optimalen Familienhund.

Die Geschichte

Der genaue Ursprung des Dalmatiners ist nicht geklärt; es wird vermutet, dass zumindest die Rassenbezeichnung von der kroatischen Region Dalmatien abgeleitet wurde. Die ersten Abbildungen von Hunden, die dem heutigen Dalmatiner ähnlich sehen, finden sich bereits in den ägyptischen Pharaonengräbern. Andere Theorien gehen davon aus, dass der Dalmatiner ursprünglich aus dem indischen Raum stammt und über Ägypten und Griechenland in die westliche Zivilisation kam. Im viktorianischen Zeitalter liefen Dalmatiner zum Schutz der Kutschen neben diesen her und hielten Räuber sowie wilde Tiere fern. Im 19. Jahrhundert waren Dalmatiner schließlich zum Maskottchen der New Yorker Feuerwehr, deren Feuerwehrwagen sie als lebende Sirene vorausliefen.

Der Körperbau

Dalmatiner kennzeichnen sich durch ihren wohlproportionierten Körper. Sie sind mittelgroß und kräftig gebaut, gleichzeitig aber schlank. Der Rücken ist stark, die Rückenlinie gerade. Dalmatiner haben muskulöse Schultern, eine breite Brust und einen eleganten Hals. Die Augen sind bei Rassevertretern mit schwarzen Flecken dunkelbraun und dürfen bei braun gefleckten Hunden auch blau sein. Die sichelförmige Rute wird nach oben gerollt getragen. Das Besondere am Dalmatiner ist jedoch die Fellfarbe, die unter Hunden einzigartig ist - das Fell trägt schwarze oder braune Flecken, was der Dalmatiner als einzige Hunderasse mit einer solchen Färbung dem Scheckungs-Gen verdankt. Dalmatinerwelpen kommen weiß auf die Welt, die Flecken entwickeln sich erst nach 10-14 Tagen und verändern sich noch bis zum ersten Lebensjahr kontinuierlich. Die Beschaffenheit des Fells ist glatt und glänzend. Die Flecken sind klar voneinander getrennt und laufen nicht ineinander. Dalmatiner erreichen bei einem Gewicht von 24-32 kg eine Schulterhöhe von 56-61 cm.

Das Wesen

Dalmatiner sind sehr freundliche Hunde, die als lebhafter Familienhund für Familien mit Zeit beliebt sind. Sie sind allerdings so anpassungsfähig, dass sie sich auch daran gewöhnen könnten, eine Weile weniger bewegt zu werden. Trotzdem sollten Dalmatiner nicht als Sofahund enden, denn bei Unterforderung entwickeln sie ein übersteigertes Schutzbedürfnis oder andere Verhaltensprobleme. Bei der Erziehung des Dalmatiners sollte eher auf Lob und viel Liebe als auf Autorität gesetzt werden; dann entwickelt er sich zum freundlichen Familienhund, der auch für Kinder geeignet ist und sich mit den jüngsten Familienmitgliedern gut versteht.

Die Gesundheit

Hunde mit Weißanteil im Fell sind generell häufiger von Taubheit betroffen; das trifft auch auf Dalmatiner zu. Bislang werden Rassevertreter mit schwarzen Flecken von Geburt an (Platten) noch von der Zucht ausgeschlossen, auch wenn sie durch den höheren Schwarzanteil weniger häufig von Taubheit betroffen sind. Studien zeigen unterschiedliche Ergebnisse, werfen aber die Vermutung auf, dass ein gutes Drittel der Dalmatiner von Taubheit betroffen sein könnte. Es wird empfohlen, taube Hunde von der Zucht auszuschließen. Außerdem leiden Dalmatiner an zwei Erbkrankheiten, der Dalmatiner-Leukodystrophie und dem Dalmatiner-Syndrom. Bei Ersterer handelt es sich um eine seltene Erkrankung des ZNS, die beim Jungtier auftritt und zum Verlust der Sehkraft sowie Bewegungsstörungen führt. Das Dalmatiner-Syndrom ist die Beobachtung, dass Dalmatiner vermehrt Harnsteine ausbilden. Inzwischen geht die Veterinärmedizin davon aus, dass alle Dalmatiner das Dalmatiner-Syndrom haben und dass die Entwicklung von Harnsteinen nur noch von äußeren Faktoren abhängt, da ohnehin alle Hunde reinerbig dafür sind. Daher sollte beim Dalmatiner umso mehr auf eine gesunde Ernährungsgrundlage geachtet werden, um vor der Entwicklung von Harnsteinen und der damit verbundenen tierärztlichen Behandlung zu schützen.