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Collie Langhaar

Collie Langhaar

Der Collie Langhaar ist der bekannteste Vertreter der Collie-Rassengruppe. Filmheldin "Lassie" war eine langhaarige Collie-Hündin, dadurch erlangte die britische Hütehunderasse ihre Beliebtheit. Collies wurden lange Zeit in Schottland als Hütehunde eingesetzt, bis Königin Victoria sie kennen lernte und sie auch in andere Teile der Gesellschaft einführte. Heute sind langhaarige Collies als Haus- und Hofhunde beliebt, brauchen aber durch ihren Hintergrund des Hütehundes nach wie vor sehr viel Auslauf und Bewegung.

Die Geschichte

Seit dem 13. Jahrhundert existierten in Schottland Hütehunderassen, die dem heutigen Collie Langhaar ähnelten. Die schwarzköpfigen Schafe wurden damals als "Colleys" bezeichnet, die Hunde dadurch als "Colley Dogs" - daraus entwickelte sich der heutige Name dieser Hunderasse. Vermutlich kamen die Hunde mit dem Römern nach Großbritannien und vermischten sich mit den einheimischen Hunden - danach aber entwickelte sich der Collie Langhaar isoliert von äußeren Einflüssen weiter. Bei der Zucht legten Schafhirten Wert auf besondere Eigenschaften, damit sie den Collie Langhaar im Hochmoor erkennen konnten und er seine Eignung als Hütehund entwickeln konnte. Königin Victoria lernte den Collie schließlich bei ihren Aufenthalten im schottischen Balmoral kennen und lieben, wodurch der Hütehund auch außerhalb Schottlands an Bekanntheit gewann. Bereits 1840 wurde durch Liebhaber der englische "Collie Club" gegründet und er setzte 1858 die Anerkennung als eigenständige Hunderasse durch. Der Collie Langhaar gilt als Rassestandard, doch in anderen Regionen der Welt wie Amerika und Australien nahm man es mit der Zucht weniger genau und entwickelte aus dem klassischen Collie neue Varianten der Rasse, die teilweise auch anerkannt sind. Rassen wie der australische Kelpie gingen so aus dem Collie Langhaar hervor.

Der Körperbau

Collies werden in eine britische und eine amerikanische Variante unterteilt. Der britische Collie wird bis zu 61 cm groß und wiegt bis zu 25 kg; Ober- und Unterfell sind durchmischt und wirkt plüschig, die Unterwolle ist eher weich und fedrig. Der amerikanische Typ kann noch einige Zentimeter größer werden, ist schwerer gebaut und hat ein weniger üppiges Fell. Charakteristisch für den Collie Langhaar ist die Zeichnung des Fells, die bei beiden Typen gleich ist und sich zwischen weiß, lohfarben und wenigen fast schwarzen Elementen abwechselt. Die genaue Verteilung der Farben fällt unterschiedlich aus, es gibt mehrere Farbschläge - Collies können zwischen einem schwarzen Körper, einer eher lohfarbenen Grundfarbe und Weiß jede der drei Hauptfarben großflächig tragen.

Das Wesen

Der Collie Langhaar ist ein freundlicher, menschenbezogener Hund, dem man die Vergangenheit als Hütehund allerdings deutlich anmerkt. Er kennt "seine" Menschen und erkennt diese als seine Herde an, die er beschützen muss. Gelegentlich neigt der Collie zum Treibverhalten, was sich im Spiel bemerkbar macht - für Erwachsene kein Problem, bei Kindern sollte man allerdings aufpassen, solange sie noch kein starkes Durchsetzungsvermögen entwickelt haben. Der Collie Langhaar besitzt wie die meisten anderen Collie-Rassen seinen ganz eigenen Kopf und braucht eine konsequente Erziehung, um sich zum umgänglichen Familienhund zu entwickeln. Außerdem braucht er genug Bewegung, um auch ohne eine Schafherde glücklich und ausgefüllt zu sein. Collies, die nicht hinreichend gefordert werden, können Aggressionen entwickeln und im Umgang sehr schwierig werden.

Die Gesundheit

Anfang der 80er Jahre wurde festgestellt, dass manche Collies empfindlich auf einige Medikamente aus der Veterinärmedizin reagieren, während andere Vertreter der Rasse die Behandlung vollkommen unbeschadet überstanden. Die betroffenen Tiere reagierten mit Bewegungsstörungen, Erbrechen, komatösen Erscheinungen - bei einigen Collies trat der Tod ein. Insbesondere Ivermectin erzeugte eine solche Wirkung, was moderne Tierärzte allerdings wissen und berücksichtigen. Betroffen sind schätzungsweise mehr als 70% aller Collies von dieser Störung. Außerdem tritt bei der Rasse gehäuft Dermatomyositis auf, eine genetisch bedingte Erkrankung der Haut und der Muskulatur. Die Collie Eye Anomaly dagegen kommt ausschließlich bei dieser Hunderasse vor.