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Chinesischer Schopfhund

Chinesischer Schopfhund

Der Chinese Crested Dog – Chinesischer Schopfhund – wurde von der FCI als chinesische Hunderasse anerkannt. Er gehört zur FCI-Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 4 Haarlose Hunde und wird heute aufgrund seiner Charakterfestigkeit und Freundlichkeit als beliebter Familienbegleithund gehalten.

Geschichte und Herkunft des Chinese Crested Dogs

Die Geschichte der Chinese Crested Dogs geht weit in die Vergangenheit zurück und ist bis heute nicht ganz geklärt. Ob Chinesische Schopfhund ursprünglich wirklich aus China stammt, ist unbekannt. Man weiß nur, dass die Hundezucht in China seit Jahrtausenden Tradition hat und der Schopfhund dort gezüchtet wurde.

Aufgrund archäologischer Funde wird heute angenommen, dass es schon 2000 v. Chr. haarlose Hunde gab und die heutigen Chinese Crested Dogs von haarlosen Hunden Afrikas abstammen. Dort entstand schon vor Jahrtausenden aus einer Mutation ein haarloser Hund, „Canis Africanis“ genannt, der weitergezüchtet wurde. Während der Han-Dynastie (200 v. Chr. bis 220 n.Chr.) wurden aus den haarlosen Jagdhunden Afrikas kleine, zartgliedrige Hunde, „Treasure House Guardians“ (kostbare Hüter des Hauses) gezüchtet, die reichen Damen als Unterhaltung dienten. Von dort gelangten die haarlosen Hunde mit Teeschiffen nach Amerika. Im 13. und 14. Jahrhundert entdeckten spanische Eroberer in Mexiko, Zentral- und Südamerika haarlose Hunde, die sie mit nach Spanien nahmen und an reiche Adelige verkauften. Zwischen 1700 und 1800 berichteten dann britische, portugiesische und französische Entdeckung von haarlosen Hunden, die sie in Asien gesehen hatten. Nachdem der Ausstellungsrichter M. W. K. Taunton mit der Zucht von Chinese Crested Dogs begann, wurde diese 1965 in England anerkannt.

Statur und Körperbau des Chinese Crested Dogs

Es gibt zwei Varianten des Chinesischen Schopfhundes: Der Powder Puff hat lange, wie ein seidiger Schleier fallende Deckhaare mit Unterwolle. Der Hairless hat Haarbewuchs am Kopf, an den Pfoten und an der Rute. Die Körper beider Varianten sind haarlos. Auch beim Körperbau gibt es zwei Varianten des Chinesischen Schopfhundes: den stabil und kräftig gebauten Cobby-Typ und den schlanken, feinknochigen, etwas kleineren Deer-Typ. Die nackte Haut des Chinese Crested Dogs ist feinkörnig, weich und warm, die Körpertemperatur dieser Nackthunde liegt mit etwa 40° C etwas höher als bei Hunden mit Fell. Im Winter ist die Haut schwächer pigmentiert als im Sommer, wobei alle Farben und Farbkombinationen zulässig, dunklere Pigmentierungen jedoch bevorzugt sind. Bei einigen Vertretern der Rasse der Chinese Crested Dogs fehlen Zähne, die Ursache ist nicht bekannt. Aufgrund des fehlenden Felles sind Chinese Crested Dogs auch hervorragend für Tierhaarallergiker geeignet. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 28 bis 33 cm, Hündinnen etwa 23 bis 30 cm. Sie erreichen ein Gewicht von maximal 5,5 Kilogramm.

Wesen und Charakter des Chinese Crested Dogs

Dieser kleine, zartgliedrige, sehr elegante Hund hat einen sehr wesensfesten und liebenswerten Charakter. Er gilt als überdurchschnittlich intelligent, extrovertiert und ist fähig zu einem Übermaße an Liebe. Treu und sehr verschmust, freundlich, kinderlieb und immer gut gelaunt, ist der Chinese Crested Dog ideal für Familien mit Kindern. Trotz seines fragilen Körperbaus ist der Chinese Crested Dog hart im Nehmen und selten krank. Seine Haut ist sehr widerstandsfähig, so dass er auch im Winter bei Minusgraden keine wärmende Kleidung benötigt. Der Chinese Crested Dog ist sehr bewegungsfreudig, spielt und tobt gerne und liebt es, sich mit seinem Besitzer bei Hundesportarten wie Agility auszutoben. Bei entsprechendem Training kann er sehr große Ausdauer entwickeln.

Verwendung des Chinese Crested Dogs

Dieser aufgeweckte, wachsame und sehr lebendige Hund hat sich aufgrund seines angenehmen Wesens und seiner vielen positiven Eigenschaften als idealer Familien- und Begleithund einen Namen gemacht. Mit seinen Besitzern ist er eng und treu verbunden, Fremden gegenüber gilt er als recht zurückhaltend, wird jedoch niemals bösartig. In den USA trägt der Chinese Crested Dog den Spitznamen „Walking hot-water-bottle“ – „laufende Wärmflasche“, da er nichts mehr liebt als unter der Bettdecke zu schlafen, und seine Besitzer wärmt.