Livestream Shop Sponsoren

Chien de Berger des Pyrénées à face rase

Chien de Berger des Pyrénées à face rase

Beim Chien de Berger des Pyrénées à face rase, der auch Kurzhaariger Pyrenäenschäferhund genannt wird, handelt es sich um eine nicht allzu verbreitete Hütehunderasse, die von der FCI in Gruppe 1, Sektion 1, Standard 138 geführt wird. Der bekanntere Langhaarige Pyrenäenschäferhund oder Berger des Pyrénées à poil long ist zwar eine eng verwandte Rasse mit denselben züchterischen Wurzeln, unterscheidet sich aber in einigen wesentlichen Merkmalen von der Kurzhaarvariante, sodass beide heute als eigenständige Rassen gelten.

Geschichte

Im Gegensatz zu vielen anderen Hunderassen ist der Pyrenäenschäferhund, wie wir ihn heute kennen, weniger das Produkt einer zielgerichteten Zucht nach Rassestandards, sondern vielmehr eine über Jahrhunderte natürlich gewachsene Rasse. In den französischen Pyrenäen wurden diese Hunde zum Hüten von Schafherden und anderen Weidetieren eingesetzt, wobei sie selbständig agieren, sich im Gebirgsgelände sicher bewegen und der rauen Witterung trotzen mussten. Die Zucht erfolgte ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der Leistungsfähigkeit. Erst in den 1920er Jahren wurde ein Rassestandard festgelegt.

Aussehen

Insgesamt wirkt der Berger des Pyrénées à face rase sehr robust. Dieser Eindruck wird durch die annähernd quadratische Statur verstärkt, d. h. der Körper ist etwa so lang wie hoch. Beim Rüden soll die Widerristhöhe zwischen 40 und 54 cm liegen, bei der Hündin zwischen 40 und 52 cm. Der breite Kopf ist von feinen, kurzen Haaren bedeckt, welche nicht die Augen bedecken sollen, um die Sicht des Hundes nicht einzuschränken – schließlich mussten seine Vorfahren ihre Schafherden und das Gelände stets im Blick behalten. Die Nase soll immer schwarz und die Augen recht dunkel sein. Das Fell des restlichen Körpers ist halblang, am Hals und am Widerrist ca. 7 cm und am Rücken etwa 5 cm. Es gibt eine Variante des Pyrenäenschäferhundes, deren Fell am ganzen Körper eher kurz ist. Sie wurde nach ihrem Ursprungsort Piémont benannt und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Da es in der Zucht über lange Zeit nicht primär auf das Aussehen ankam, existieren Pyrenäenschäferhunde in vielen verschiedenen Farben. Blond ist ebenso erlaubt wie veschiedene Braun- und Grautöne bis hin zum schwarzen Fell. Der Gang des Face rase ist weniger raumgreifend als der des Poil long, allerdings sorgt die stark gewinkelte Hinterhand für ein außerordentliches Springvermögen.

Wesen und Verwendung

Dass seine Vorfahren beim Hüten häufig auf sich allein gestellt waren, merkt man dem heutigen Berger des Pyrénées noch immer deutlich an: Die Hunde zeichnen sich durch ihre bemerkenswerte Intelligenz und ihre starke, eigenwillige Persönlichkeit aus. Sie sind mutig und selbstbewusst, reagieren allerdings auf fremde Eindrücke mitunter misstrauisch. Unbekannte Menschen, die sich vom possierlichen Äußeren des Hundes leiten lassen und ihn mit unwillkommenen Streicheleinheiten bedrängen, müssen damit rechnen, angeknurrt zu werden. Seine Bezugspersonen liebt der Berger des Pyrénées jedoch abgöttisch und ist ein hingebungsvoller, kinderlieber Familienhund, der seine Menschen am liebsten überallhin begleitet. Er ist ein Energiebündel mit starkem Bewegungsdrang und möchte sich intensiv körperlich betätigen, andernfalls könnte er seine überschüssige Energie in unerwünschte, zerstörerische Bahnen lenken. Auch geistige Forderung ist für diese intelligenten Hunde unabdingbar. Da der Berger des Pyrénées ausgesprochen gelehrig, lernwillig und geradezu arbeitswütig ist, freut er sich über beinahe jede Aufgabe, sei es als Sporthund oder Diensthund. Agility und Obedience fordern seine Fähigkeiten ebenso wie der Einsatz als Rettungshund. Bei der Erziehung sind vor allem Liebe und Konsequenz gefragt. Einerseits hat der Berger des Pyrénées ein starkes Bedürfnis nach Zuneigung und kann regelrecht verschmust sein, andererseits liegt es in der Natur dieser charakterstarken Hunde, ihre Grenzen auszutesten. Vor allem im Welpenalter ist es deshalb wichtig, ausnahmslos auf Gehorsam zu bestehen.