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Cão de Água Português

Cão de Água Português

Der Cão de Água Português, auch bekannt als Portugiesischer Wasserhund, wurde ursprünglich als Helfer der portugiesischen Fischer gezüchtet. Die sehr lebhaften, selbstbewussten und unerschrockenen Hunde haben ein langes, gelocktes oder gewelltes Fell und gelten als sehr gelehrig. Meist werden diese Wasserhunde als Begleit- oder Familienhunde gehalten, benötigen jedoch sehr viel Auslauf und Beschäftigung.

Geschichte

Der Cão de Água Português ist eine sehr alte portugiesische Hunderasse, die als unersetzlicher Helfer der Fischer überall an der Küste vorkam. Der ursprüngliche Bestand der Tiere ging jedoch mit der Modernisierung des Fischfangs und damit einhergehend mit dem Rückgang der Fischerei stark zurück. Schließlich beschränkte sich das Vorkommen dieser einstmals verbreiteten Hunderasse auf die Algarve, die heute auch als Heimat dieser Rasse anerkannt wird. Die Hunde können ausgezeichnet und ausdauernd schwimmen und tauchen. Sie waren für die Fischer einerseits Wachhunde, die Boote und Haus bewachten. Beim Fischen apportierten sie Fische aus dem Wasser, die aus dem Netz oder vom Haken entkommen waren. Notfalls tauchten die Hunde auch nach ihnen. Des Weiteren brachten die Tiere losgerissene Netze an Land und dienten schwimmenderweise als Verbindungsglied zum Land, auch wenn das Boot schon weit draußen war.

Standard

Die Rüden dieser Rasse sind mit einer Größe zwischen 50 und 57 Zentimeter und einem Gewicht zwischen 19 bis 25 Kilogramm recht groß, die Hündinnen mit einer durchschnittlichen Größe zwischen 43 und 52 Zentimeter sowie einem Gewicht zwischen 16 und 22 Kilogramm ein wenig kleiner. Damit weist der Cão de Água Português eine mittlere Größe auf, ist allerdings sehr kräftig und muskulös. Typisch für diese Rasse ist auch die Behaarung. Es gibt zwei Varianten: Hunde mit welligem, langem Haar sowie Exemplare mit kürzerem, aber lockigem Haar. Doch um welche Variante es sich auch handelt, das Haarkleid des Cão de Água Português weist in keinem Fall Unterwolle auf. Das Fell kann ein-, aber auch mehrfarbig sein, wobei gemäß Standard die Farben Schwarz, Weiß und verschiedene Brauntöne sowie Schwarz-Weiß und Braun-Weiß anerkannt sind.
Diese Rasse ist unter der Nummer 37 beim FCI eingetragen.

Charakter

Der Portugiesische Wasserhund besitzt ein ungestümes Temperament, ist selbstbewusst gegenüber Artgenossen, ist unerschrocken, anspruchslos und äußerst ausdauernd. Allerdings gilt die Rasse auch als sehr streitsüchtig, stolz und eigenwillig. Daher ist der Portugiesische Wasserhund nicht unbedingt ein Hund für Anfänger, sondern braucht eine konsequente Erziehung sowie ein gewisses Maß an Hundeerfahrung. Bei uns wird er gelegentlich als Familien- und Begleithund gehalten. Er braucht viel Bewegung und Beschäftigung. Er ist sehr lernfreudig, lässt sich gut erziehen und führt mit Freude die Anordnungen „seines“ Menschen aus. Da man ihn kaum in seinem ursprünglichen Aufgabengebiet einsetzen kann, sollte man mit ihm alternativ Hundesport wie Agility, Obedience oder Turnierhundesport betreiben, wofür er sich gut eignet.

Besonderheiten und Pflege

Vom Standard vorgeschrieben ist die typische Schur der hinteren Körperhälfte, wobei am Rutenende eine lange Quaste bestehen bleibt. Diese Schur trägt die Bezeichnung „Lionsclip“-Schur und wird bei Ausstellungen verlangt. Eine vergleichbare Schur findet man auch beim französischen Petit Chien Lion (Löwchen). Dagegen ist der „Working Retriever Clip“, bei dem alle Haare gleich lang geschoren werden, bei Ausstellungen nicht anerkannt.