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Bullterrier

Bullterrier

Der Bullterrier ist von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) als Hunderasse anerkannt. Er gehört zur Gruppe 3 der Terrier, Sektion 3 Bullenartige Terrier. In Mittelengland wurde der Bullterrier im 19. Jahrhundert vor allem als Teilnehmer bei Tierkämpfen eingesetzt. Er entstand aus Kreuzungen von Bulldoggen, weißen Terriern und Dalmatinern, durch die man eine leistungsstarke, aggressive und bewegliche Rasse züchten wollte. Heute wird der Bullterrier als Wach- und Begleithund eingesetzt und eignet sich bei frühzeitiger, verantwortungsvoller Sozialisierung auch sehr gut als verlässlicher, treuer und freundlicher Familien- und Haushund.

Geschichte des Bullterriers

Tierkämpfe im 19. Jahrhundert in England: Das war das Einsatzgebiet der extra für diesen Zweck als Kampfhund gezüchteten Bullterrier. Die Nachfahren dieser Züchtungen wurden mit English Toy Terriern und Whippets gemischt. So entstanden Hunde außergewöhnlicher Stärke und Wildheit, die sich zudem durch Beweglichkeit und Schnelligkeit auszeichneten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Rasse der Bullterrier durch den Hundezüchter James Hinks standardisiert. Dieser spezialisierte sich bei der Zucht vor allem auf Hunde weißer Farbe mit dem Charakter und dem Körperbau eines Kampfhundes. Die Hunde wurden auch als Schauhunde verwendet. 1887 wurde in England der erste Bullterrier-Club gegründet, 1907 folgte der in Amerika. Da reinweiße Bullterrier zur Taubheit neigten, wurden in den zwanziger Jahren bei der Zucht auch andere Farben mit eingekreuzt.

Statur und Körperbau des Bullterriers

Der Bullterrier hat einen kräftigen, massiven Körperbau. Rassetypische Merkmale des Bullterriers sind der einförmige, langgestreckte Kopf, der stark gebogene Nasenrücken – die sogenannte Ramsnase – sowie die kleinen dreieckigen Schlitzaugen.

Beim Gewicht des Bullterriers setzt der Rassestandard keine festen Grenzen. Es liegt zwischen 24 und 32 kg bei einer Widerristhöhe von 35 bis 55 cm. Es wird jedoch Wert darauf gelegt, dass die Hunde im Verhältnis zu ihrer Größe die maximale Substanz aufweisen. Das Fell des Bullterriers ist hart, kurz, flach und matt glänzend in den Schattierungen weiß, weiß mit Kopfabzeichen, beige, rot, schwarz gestromt oder dreifarbig mit weißen Abzeichen. Blau- und lederfarbenes Fell sind vom Rassestandard nicht gewünscht. Die Lebenserwartung des Bullterriers liegt bei 10 bis 12 Jahren.

Wesen und Charakter

Seinen schlechten Ruf als Beißer erhielt der Bullterrier durch seine Vergangenheit als Kampfhund bei Hundekämpfen und durch den Missbrauch als Schutzhund. Dabei ist er bei richtiger und konsequenter Erziehung von friedlichem und furchtlosem Wesen, kann sich leicht unterordnen und verteidigt und schützt seine Familie. Vom Grundcharakter her ist der Bullterrier sehr menschenfreundlich, verspielt, selbstbewusst und unempfindlich, jedoch trotzdem empfindsam.

Der Bullterrier braucht vom Welpenalter an eine konsequente Erziehung und sollte früh mit Menschen, anderen Hunden und Haustieren sozialisiert werden. Fremden gegenüber erweist sich der Bullterrier oft als misstrauisch, im Umgang mit Artgenossen reagiert er manchmal angriffslustig. Naturgegeben ist der Bullterrier ein Schutzhund, den man jedoch nie mannscharf machen darf. Richtig sozialisiert, greift er nicht von selbst an, verteidigt jedoch das, was ihm anvertraut wurde.

Leider wird der Bullterrier heute noch vielfach im Rotlichtmilieu angetroffen, wo er aufgrund seiner furchteinflößenden Erscheinung und seiner Statur als Abschreckung verwendet wird. Auch von verantwortungslosen Züchtern und Menschen, die mit diesem Hund ihr mangelndes Selbstbewusstsein stärken möchten, wird er noch viel zu oft als scharfgemachter Kampfhund eingesetzt.

Für ein glückliches Leben benötigt der Bullterrier ausreichend Beschäftigung, Auslauf, Spiel und Aufmerksamkeit seines Besitzers. Bei richtiger Erziehung ist der Bullterrier seiner Familie treu ergeben und ein ausgezeichneter Wach- und Schutzhund. Welpen sollten nur von anerkannten, verantwortungsbewussten Zuchtbetrieben erworben werden. Reinweiße Bullterrier neigen auch heute noch bei falscher Zucht zu Taubheit und Hauterkrankungen. Andere rassetypische Krankheiten sind Augenerkrankungen sowie Gelenkprobleme.

Rassebesonderheiten

In den meisten Bundesländern zählt der Bullterrier zu den Listenhunden, den als gefährlich eingestuften Hunden. In diesen Bundesländern ist die Haltung eines Bullterriers mit Auflagen verbunden. Darüber sollten sich angehende Hundehalter vor der Anschaffung eines Bullterriers informieren.