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Brasilianischer Terrier

Brasilianischer Terrier

Der Terrier Brasileiro – auch als Brasilianischer Terrier bezeichnet – gehört zu den mittelgroßen Hunden, er ist nach den strengen FCI-Standards seit 2007 als Rasse anerkannt. Der kleine Terrier gilt als äußerst intelligent und anpassungsfähig. Anders als andere Terrier hat er keinen ausgeprägten Jagdinstinkt. Ungeachtet dessen benötigt er sehr viel Auslauf und Bewegung. Fremden gegenüber ist er erst einmal misstrauisch, auch das häufige Bellen fällt bei dem kleinen Hund auf. Das wiederum macht ihn zum ausgezeichneten Wachhund, der seine Funktion trotz seiner eher kleinen Körpergröße erfüllt. Darüber hinaus zeichnet sich der Terrier Brasileiro durch einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Vorteil aus: Das kurze Haarkleid ist außerordentlich pflegeleicht und verliert kaum Haare. Das macht den kleinen Hund zum idealen Begleiter für Allergiker, die auf andere Hunderassen aus gesundheitlichen Gründen verzichten müssen.

Klein und wendig

Der aus Brasilien stammende mittelgroße Hund erreicht maximal zehn Kilogramm bei einer Widerristhöhe zwischen 33 und 38 Zentimetern bei den Hündinnen und von 35 bis 40 Zentimetern bei den Rüden. Unterschiedliche Schwanzlängen bestehen von Geburt an, sie sind ein Charakteristikum der brasilianischen Rasse. Angefangen bei einem für die Körpergröße beeindruckenden Schwanz bis zu einem halblangen Stummel oder einem nur ansatzweise ausgeprägten Schwänzchen ist alles vertreten, dem Charme des kleinen Vierbeiners ist das allerdings nur zuträglich. Insgesamt ist der mittelgroße Hund schlank und harmonisch gebaut, der Körperbau ist mittelstark. Die kleinen Ohren sind geknickt, was dem Terrier einen fast niedlichen Gesichtsausdruck verleiht. Er dürfte ein Grund für die Beliebtheit des kleinen Kerls sein. Insgesamt wirkt der Kopf sehr ausdrucksstark, er ist dreieckförmig und breit an der Basis. Von den weit auseinanderstehenden Ohren bis zur Nasenspitze verjüngt sich das Gesicht auffallend. Die Stirnfurche ist recht stark ausgeprägt, dadurch erhält das Gesicht einen fast nachdenklichen Ausdruck.

Das Fell fühlt sich samtig weich an und hat kein Unterkleid. Das Haarkleid ist kurz, glatt, fein und gut anliegend. Am Kopf, an den Ohren, an der Halsunterseite und an der inneren Seite der Vorderläufe ist das Fell etwas weicher als an allen anderen Körperteilen. Das kurze und glatte Haarkleid ist meist dreifarbig mit einer weißen Grundfarbe. Schwarze, rotbraune oder blaue Abzeichen sorgen für eine unverwechselbare Zeichnung.

Pfiffig und aufmerksam

Der Brasilianische Terrier gilt als lebhaft und aktiv, er ist freundlich und zutraulich, und er ist ein angenehmer Familienhund. Ungeachtet seiner überschaubaren Größe eignet er sich durch sein aufmerksames Wesen gut als Wachhund. Mit dieser Beschäftigung und mit dem entsprechenden Auslauf kommt man auch dem Bewegungsdrang des kleinen Vierbeiners entgegen. Er ist am liebsten immer in Bewegung, er ist aufgeweckt und sucht ständige Abwechslung beim Spielen und Toben. Sein Hang zur Bewegung macht ihn auch im Hundesport zu einer soliden Empfehlung für alle, die konstant Erfolg verzeichnen wollen. Er versteht sich außerdem ausnehmend gut mit Pferden, deshalb ist er wiederum ein guter Begleiter für Pferdebesitzer.

Beliebte Vorfahren

Der Brasilianische Terrier geht vermutlich auf den Jack Russell Terrier zurück, auch Chihuahuas und Pinscher werden als Vorfahren angenommen. Damit stammen seine Vorfahren – anders als es der Name vermuten lässt – nicht aus Brasilien. Vielmehr wurde der kleine Vierbeiner der Überlieferung nach vor rund 100 Jahren von jungen Brasilianern aus Europa eingeführt, die zum damaligen Zeitpunkt in Frankreich oder in England studierten. Nach ihrer Rückkehr aus Europa brachten die Studenten die Tiere mit in ihr Heimatland, wo sich der kleine und anpassungsfähige Hund schnell eingewöhnte. Aus Paarungen mit einheimischen Hunden entstand ein neuer Schlag, der heute auch als Hunderasse nach den Regularien der FCI anerkannt ist. Als letzter Schritt seiner Entwicklung musste er sich vom früheren Land- und Hofhund noch einmal an neue Lebensumstände anpassen. Heute findet er sich auch in den Städten Brasiliens wieder.