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Brandlbracke

Brandlbracke

Brandlbracke „Vieräugl“ ein leidenschaftlicher Jagdhund

Es sind die beiden hellen, rotbraunen, gut abgegrenzten Punkte über den klaren, meist braunen Augen, die der Brandlbracke zu dem liebevollen Beinamen Vieräugl verhalfen. Die Brandlbracke ist eine österreichische Hunderasse, die von der Fédération Cynologique Internationale (kurz FCI) anerkannt und den Lauf- und Schweißhunden zugeordnet ist. Die Brandlbracke ist ein Jagdhund mit Passion und Leidenschaft.

Nicht ohne Bracke zur Völkerwanderung

Es sind schon einige Jahre ins Land gegangen, seit die Kelten samt Keltenbracke sich zur Völkerwanderung auf den Weg machten und einige in den Alpentälern siedelten. Hier wurde im Laufe der Jahrhunderte aus der Keltenbracke die Alpenbracke gezüchtet. Maximilian I., ein begeisterter Jäger, nahm schon Vorfahren der Brandlbracke mit auf seine Hochwildjagd. Aus der Alpenbracke entwickelte sich in der Folgezeit durch bewusste Züchtung die Brandlbracke. Jene Bracke von der im Jahr 1883 der Rassestandard festgelegt wurde und die im Folgejahr als erster Hund, als Brandlbracke in das Stammbuch des Österreichischen Hundezuchtbuchs eingetragen wurde.

Elegant, muskulös und geländegängig

Das schwarze, seidig glänzende Fell ist sehr dicht, kurz und liegt fest an. Abgegrenzt und auffallend sind die hell- bis dunkelbraunen Brände an den Läufen, an Teilen der Brust und am Fang von unter bis an die Seiten. Die Brände verleihen, der an sich schwarzen Brandlbracke, ein elegantes Erscheinungsbild, betonen den muskulösen Körperbau. Der Brackenstern, eine weiße Zeichnung am Hals oder auf der Brust kann gelegentlich vorkommen.

Die Widerristhöhe beträgt bei den Rüden der Brandlbracke 50 bis 56 cm und bei den Hündinnen 48 bis 54 cm. Die mittelgroßen Laufhunde sind bei einem Idealgewicht zwischen 20 und 22 Kilogramm angemessen leicht. Daher sind die Brandlbracken speziell im Hochgebirge trittsicher und absolut geländegängig.

Von Fang bis Rute gebündelte Jagdleidenschaften

Obwohl der Körper der Brandlbracke ausgeprägt muskulös ist, wirkt sie insgesamt sehr elegant. Der mittelgroße Laufhund ist elastisch und hat einen breiten, tiefen und relativ langen Brustkorb. Der Bauch ist leicht hochgezogen. Den Kopf mit den klaren Augen und klugem Ausdruck trägt er hoch. Die Behänge (Ohren) sind mittelgroß, die lange Rute (Schwanz) ist leicht gebogen, ist beim normalen Laufen abwärts und beim Suchen aufwärts gerichtet. Die Rute der Brandlbracke ist auf der Unterseite stärker behaart.

Aufgrund seiner hervorragenden Spürnase, seiner absoluten Geländetauglichkeit, seiner extremen Zuverlässigkeit und seiner Spur- und Fährtensicherheit ist er für die Arbeiten im Hochgebirge bestens geeignet. Das schließt aber seinen Einsatz in der Ebene, im Flachland speziell als Schweißhund oder als Brackierhund nicht aus.

Leider haben die Vierbeiner keine Dauerkarte für diese Welt. Wenn die Brandlbracke nicht über Gebühr belastet wird und immer im Training ist, liegt ihre Lebenserwartung zwischen 9 und 15 Jahren.

Selbst im schwierigsten Gelände ohne GPS unterwegs

Es ist der bestens ausgeprägte Jagdinstinkt gepaart mit einem exzellenten Geruchs-, Spür- und Orientierungssinn, der es der Brandlbracke ermöglicht, auch im schwierigen Gelände immer zu seinem Hundeführer zurückzufinden. In die Jagd investiert die Brandlbracke all ihre Kraft und Ausdauer und das Ganze lauthals mit viel Gebell auf Fährte oder Spur.

Dabei hat die Brandlbracke einen hinreißenden Charakter, ist liebenswert und pflegeleicht. Fast nie aggressiv gegen Artgenossen, wenn sie nicht vom gleichen Geschlecht sind. Wobei es aus Erfahrung durchaus machbar ist, zwei gleichgroße Rüden verschiedener Rasse miteinander zu halten und erfolgreich zur Jagd zu führen. Trotz all dieser positiven Eigenschaften gehört die Brandlbracke in die erfahrenen Hände eines Jägers, denn die Bracke muss jagdliche Aufgaben bekommen und lösen können.

Zur Zwingerhaltung oder als reiner Wachhund ist die Brandlbracke gänzlich ungeeignet. Sie braucht den Familienanschluss, denn sie ist mehr als nur kinderfreundlich und familienbezogen. Fühlt sich die Brandlbracke wohl, ist sie ein treuer total verschmuster Begleiter der gesamten Familie, die sich sogar um das Baby in der Wiege kümmert, dieses nicht aus den Augen lässt.