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Black and Tan Coonhound

Black and Tan Coonhound

Der Black and Tan Coonhound ist eng mit der Geschichte der Vereinigten Staaten verbunden und gilt als uramerikanische Rasse. In Europa ist er bis heute nur äußerst selten anzutreffen. Sowohl sein englischer als auch sein in Deutschland geläufiger Name Schwarz-roter Wachbärenhund leitet sich von der Aufgabe ab, für die er ursprünglich gezüchtet wurde. Er fand vor allem Verwendung bei der Jagd auf Opossums und Waschbären, die sogenannten Racoons. "Coonhunting" war im 17. und 18. Jahrhundert ein beliebter Zeitvertreib für die Amerikaner und erforderte einen gelehrigen Hund mit gutem Geruchssinn, der die Spur der Waschbären wittern konnte. Eine Eigenart des Black and Tan Coonhounds ist sein durchdringliches Heulen, wenn er seine Beute gestellt hat. Die Entwicklung dieser Rasse kann bis zu den Pfadfindern unter Simon Kenton nachvollzogen werden, der im Ohio Valley gegen die amerikanischen Ureinwohner kämpfte und für die erste Zuchtlinie, die sogenannte „Old Glory Line“ verantwortlich war. Der Black and Tan Coonhound entstand als Züchtung zwischen Bloodhound, American Foxhound und dem aus Irland stammenden Kerry Beagle, vermutet wird auch die wiederholte Einkreuzung verschiedener französischer und deutscher Jagdhunde. Die Old Glory Black and Tan Coonhounds wurden bis in die Vierzigerjahre des 20. Jahrhunderts weitergezüchtet. Noch heute erfreut sich diese Rasse in den USA großer Beliebtheit. Sogar der US-Präsident George Washington besaß vier Exemplare dieser Art.

Erscheinungsbild

Im Vergleich zu seinem Ahnen, dem Bloodhound, dem er sehr ähnlich sieht, ist der Black and Tan Coonhound kleiner und von schlankem, muskulösem und gut proportioniertem Körperbau mit langen und kräftigen Gliedmaßen. Bei einer Widerristhöhe von 59 bis 69 Zentimetern erreicht er ein Körpergewicht von bis zu 34 Kilogramm, wobei die Rüden in der Regel deutlicher größer und kräftiger sind als die Hündinnen. Auffallend sind die langen und tiefangesetzten Hängeohren und die freundlichen und wachsamen dunkelbraunen Augen. Der Black and Tan Coonhound trägt ein kurzes und dichtes hochglänzendes Fell. Die Grundfarbe ist lackschwarz, hinzu kommen die typischen lohfarbenen Abzeichen an der Brust, an den Vorder- und Hinterläufen, an der Schnauze sowie über den Augenbrauen.

Charaktereigenschaften

Der Black and Tan Coonhound zeichnet sich besonders durch sein menschenfreundliches und temperamentvolles Wesen und seine Intelligenz aus. Er ist fähig, zu Familienmitgliedern, auch kleinen Kindern ein liebevolles Verhältnis aufzubauen. Fremden gegenüber verhält er sich uninteressiert und distanziert, jedoch nie aggressiv. Ihren Bezugspersonen sind diese Hunde treu ergeben, können aber auch sehr widerspenstige und sture Eigenschaften an den Tag legen, vor allem wenn sie in der freien Natur eine Fährte aufgenommen haben. Sie sind unabhängig und denken selbstständig, weshalb sie von Welpenalter an konsequent erzogen und sozialisiert werden müssen. Dann vertragen sie sich hervorragend mit Artgenossen, sind talentierte Wachhunde und fügen sich gut in einem Familienverband ein.

Haltung und Pflege

Der Black and Tan Coonhound ist ein methodischer Fährten- und Jagdhund, der bei Wittern einer Spur schnell davonlaufen wird. Deshalb ist es unumgänglich, das Grundstück gut abzusichern und einzuzäunen. Aufgrund seiner Entwicklungsgeschichte als Jagdhund benötigt er eine Aufgabe und ein gesundes Maß an Freiheit, um sein ausgeglichenes und ruhiges Wesen zu fördern. Allerdings leidet er unter Einsamkeit und sollte nie zu lange alleine gelassen werden. Als reiner Familienhund ist er daher trotz seines freundlichen und sanften Wesens nur dann zu empfehlen, wenn eine Bezugsperson viel Zeit in gemeinsame Freizeitaktivitäten investieren kann. Nicht nur seine Größe, auch sein Bedürfnis nach intensiver Auslastung und seine Eigenart, laut und durchdringend zu bellen, machen ihn für die Haltung in einer Stadtwohnung gänzlich ungeeignet. Sonst stellt der Black and Tan Coonhound an die Pflege keine besonderen Ansprüche. Er gilt als gesunde und robuste Rasse, Erbkrankheiten sind abgesehen von gelegentlich auftretender Hüftgelenksdysplasie keine bekannt. Um Gelenkschäden vorzubeugen, ist im Welpenalter Überbeanspruchung zu vermeiden. Da die Rasse zu Übergewicht neigt, muss auch auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Bei artgerechter Haltung erreichen diese Hunde ein Lebensalter von bis zu zwölf Jahren.