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Bichon Frise

Bichon Frise

Der Bichon Frisé („gekräuselter Schoßhund“) ist von der Fédération Cynologique Internationale als Hunderasse in Gruppe 9, Sektion 1 anerkannt und wird von Frankreich und Belgien im Zuchtbuch geführt. Der Bichon Frisé wurde wahrscheinlich im 14. Jahrhundert von den Kanarischen Inseln nach Europa gebracht, doch waren einige seiner Vorfahren auch bereits im antiken Ägypten heimisch. Im 16. Jahrhundert wurde der anmutige Bichon Frisé u. a. am englischen Königshof gehalten. Nachdem der Bichon Frisé in den 1930er Jahren in Frankreich beliebt wurde, kamen die ersten Vertreter dieser Hunderasse erst im Jahr 1955 nach Deutschland.

Erscheinungsbild

Der Bichon Frisé ist ein 25 bis 30 Zentimeter großer und 5 bis 7 Kilogramm schwerer Gesellschaftshund. Sein strahlend weißes Haar, das bis zu 10 Zentimeter lang werden kann und Korkenzieherlocken aufweist, ist seidig, dünn und locker. Unterhalb der weißen Behaarung befindet sich eine zumeist dunkel pigmentierte Haut.

Die dunklen, ausdrucksstarken runden Augen zeigen einen lebhaften Bilck. Die von reichlichem Haar bedeckten Hängeohren werden bei Aufmerksamkeit etwas nach vorn bewegt.

Der Bichon Frisé verfügt über eine flache Schädelform und ein durch knapp aneinander vorbeilaufende Zahnreihen gekennzeichnetes Scherengebiss, das sich besonders zum Zerkleinern von Fleisch und Knochen eignet.

Zum gut entwickelten Körper gehören muskulöse Lenden und Oberschenkel und ein breites Becken. Die normalerweise hoch getragene Rute beugt sich über den Rücken, ohne diesen zu berühren.

Als Zuchtfehler gelten eine zu rötlichen Flecken führende Pigmentierung der Haare oder schwarze Haarfärbungen, nicht gekräuseltes Haar, Rück- oder Vorbiss, blasse Augen, fleischfarbene Lefzen sowie eine Schrauben- oder eine eingerollte Rute.

Wesen

Der aufmerksame und wachsame Bichon Frisé verfügt über einen selbstbewussten und ausgeglichenen Charakter und zeigt keinerlei Hektik oder Nervosität.

Auch anderen Hunden oder fremden Personen gegenüber verhält er sich freundlich und aggressionsfrei. Sein aufgewecktes und intelligentes Wesen erlaubt es ihm auch, einige Kunststücke zu erlernen. Ein Bichon Frisé erwartet nicht, dass sich jemand ganztägig mit ihm beschäftigt und kann daher auch eine Zeitlang allein gelassen werden. Auf Spaziergängen beweist der Bichon Frisé seine Ausdauer, doch benötigt er nicht sehr viel Bewegung, um sich ausgelastet und wohl zu fühlen.

Gern spielt und tobt er mit Kindern, liebt es aber auch, verwöhnt und gestreichelt zu werden. Der Bichon Frisé versteht es, sich harmonisch in den Tagesablauf der ihn umgebenden Menschen einzufügen und erlernt schnell die Beachtung von tagsüber oder nachts einzuhaltenden Ruhezeiten.

Haltung und Pflege

Der nicht haarende Bichon frisé eignet sich gut auch als Mitbewohner kleinerer Wohnungen.

Das zarte, bei ausgewachsenen Tieren mit dichterer Unterwolle und etwas härterem Deckhaar versehene Fell bedarf besonders regelmäßiger Pflege durch Kämmen und Bürsten (mindestens einmal wöchentlich), um Verfilzungen und Verknotungen vorzubeugen und groben Schmutz auszukämmen. Hunde im Jugendalter sollten wegen ihres besonders feinen Haares alle ein bis zwei Tage gekämmt werden. Einmal entstandene Verfilzungen dürfen nicht abgeschnitten werden, sondern sind vor dem Kämmen aufzuschneiden.

Die Erziehung eines Bichon frisé gestaltet sich unkompliziert, da erteilte Anweisungen im Regelfall folgsam beachtet werden.

Gesundheit

Die grundsätzlich robuste Gesundheit des Bichon frisé führt zu einer recht hohen Lebenserwartung von etwa 12 Jahren. Teilweise erreichen die Tiere aber auch ein Alter 16 bis 17 Jahren.

Um Augenreizungen zu vermeiden, ist der Augenbereich regelmäßig frei zu schneiden. Auf Verunreinigungen des Fells im Augen- und Gesichtsbereich sollte besonders sorgfältig geachtet werden. Bichon Frisés erleiden relativ häufig Kniescheibenverrenkungen und Entzündungen der Atmungsorgane.