Livestream Shop Sponsoren

Berner Sennenhund

Berner Sennenhund

Bei dem Berner Sennenhund handelt es sich um eine von der Fédération Cynologique Internationale anerkannte Hunderasse. Seinen Ursprung hat der früher auch Dürrbächler genannte Berner Sennenhund in der Schweiz. Der Beiname "Sennenhund" erklärt sich aus der Tradition, dass diese Hunde früher traditionelle Hofhunde auf Schweizer Bauernhöfen waren. Die Alpenhirten werden in der Schweiz "Senn" genannt und standen Pate für den Namen der Hunderasse. Der nicht wildernde Berner Sennenhund wachte schon früher über das Vieh und zog Karren für seinen Hirten.

Rassenbeschreibung

Der Berner Sennenhund besticht durch eine massige Erscheinung mit kräftigen Knochen. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von bis zu 70 cm und Hündinnen bis zu 66 cm. Rüden bringen ein stattliches Gewicht von bis zu 50 kg auf die Waage, während Hündinnen mit etwa 48 kg knapp darunter liegen.

Das Fell des Berner Sennenhundes ist lang und weich. Bei der Beschaffenheit ist ein glattes, höchstens leicht gewelltes Fell erwünscht. Zu den klassischen Fellfarben gehören ein schwarzes Deckfell und ein mit braunem Rand abgesetzter weißer Latz. Schnauze, Blesse und Beine weisen ebenfalls braune und weiße Kontraste auf.

Vorder- und Hinterläufe sind kräftig und gut gewinkelt, sodass der Berner Sennenhund ausgreifend und frei läuft. Die verhältnismäßig kleinen Ohren und die braunroten "Augenbrauen" verleihen dem Berner Sennenhund sein typisch gutmütiges Erscheinungsbild.

Gesundheit und Lebenserwartung

Der Berner Sennenhund gehört zu den großen Hunderassen, die eher unter Gelenksproblemen an Hüfte und Ellenbogen leiden. Des Weiteren wird der Hunderasse eine erhöhte Anfälligkeit für Krebs- und Nierenerkrankungen nachgesagt. Die durschnittliche Lebenserwartung des Berner Sennenhundes beträgt etwa acht Jahre.

Wesen

Der Berner Sennenhund ist ein selbstsicherer Hund, der jedoch gutmütig und freundlich ist. Immer fröhlich und gut gelaunt kommt der Berner Sennenhund sehr gut mit Kindern zurecht und ist mit seiner Treue und Friedfertigkeit ein idealer Familienhund. Der Wach- und Schutztrieb der Rasse ist ausgeprägt, ohne dass die Hunde dabei aggressiv reagieren. Wenn überhaupt entwickelt der Berner lediglich einen moderaten Jagdtrieb. Heute werden Berner Sennenhunde hauptsächlich als Haus-, Hof- und Familienhunde gehalten.

Sporteignung

Berner Sennenhunde eignen sich durchaus für Hundesportarten, sind jedoch aufgrund ihrer imposanten Erscheinung weniger für extrem schnelle und wendige Sportarten geeignet. Agility und Flyball setzen den Berner Sennenhund vor seine körperlichen Grenzen.

Jedoch ist der Berner Sennenhund ein passionierter Zughund mit enorm viel Zugkraft und empfiehlt sich auch für Obedience, Mantrail, Dummy-Arbeit sowie die Rettungshunde- und Fährtenausbildung. Die entsprechende Ausbildung gestaltet sich beim gut motivierten und verspielten Berner unkompliziert. Wie auch bei anderen Hunderassen gilt beim Berner die Regel, dass mit liebevoller Konsequenz viel mehr erreicht wird, als mit Druck oder Zwang.

Sein vorausahnender Grundgehorsam und seine Bewegungsfreude machen diese Hunderasse zu einem kooperativen Sport-, Arbeits- und Gebrauchshund im freien Terrain. Gerne begleitet der Berner Sennenhund seinen Halter auf lange Spaziergänge. Aber auch hierbei sollten die Witterungsverhältnisse berücksichtigt werden. Das lange Fell kann dem Berner Sennenhund in den Sommermonaten zu schaffen machen. Gerne kühlt er sich daher in allen möglichen Gewässern ab und schwimmt sehr ausdauernd und gut. In der kühleren Saison ist die Hunderasse umso aktiver und beweglicher. Schnee liebt der Berner sehr und zieht dann auch mit Hingabe den Kinderschlitten.

Haltung

Der Berner Sennenhund benötigt zwingend Familienanschluss, um sich wohlzufühlen. Bei einer reinen Zwinger- oder Gartenhaltung verkümmern sein sensibles Wesen und seine Einsatzfreude. Bei der Wohnungs- oder Haushaltung ist die Größe des Berners zu beachten, die nicht unwesentlich Platz einnimmt.

Die verspielten Hunde benötigen viel Auslauf und eine sinnvolle Beschäftigung durch Zugarbeit, Fährten oder andere Arten des Hundetrainings. Auch wenn es gemütliche Charaktere sind, müssen sie allein aus Gründen der Gesunderhaltung regelmäßig bewegt und gefordert werden.

Das lange Fell des Berner Sennenhundes ist nicht nur relativ pflegeintensiv, sondern bringt auch gerne Schmutz und Nässe von draußen mit ins Haus. Eine penible Fellpflege, insbesondere während des Fellwechsels, ist bei dieser Hunderasse unabdingbar.