Livestream Shop Sponsoren

Bergamasker Hirtenhund

Bergamasker Hirtenhund

Der Bergamasker Hirtenhund gehört zu den ältesten und wohl auch ursprünglichsten Hunderassen. Seine Geschichte beginnt vermutlich vor weit über 2000 Jahren. So wird berichtet, dass bereits phönizische und auch römische Soldaten im asiatischen Raum auf eine ganz besondere Rasse von Hirtenhunden gestoßen sind, von denen sie einige Exemplare mit zurück nach Italien nahmen. In der Gegend um Bergamo wurden die ersten dieser importierten Hirtenhunde heimisch und schnell verbreitete sich ihr guter Ruf als Hirtenhund über ganz Norditalien, wo die Schafhirten noch heute auf ihren Bergamasker vertrauen. Als Hirtenhund, ist er dann zusätzlich noch zusammen mit den nomadischen Völkern vom Orient bis nach Europa gelangt. So finden wir den Bergamasker Hirtenhund heute auch unter anderem Namen und mit neuen Züchtungen, in weiten Teilen Europas. So zum Beispiel in den französischen Alpen als Briard oder im Gebiet der spanischen Pyrenäen als Gos d'Atura.

Der Charakter

Über Jahrtausende hatte der Bergamasker als Hirtenhund engen Kontakt zu den Menschen. Er bewachte nicht nur die Herde und half dabei Lämmer und Muttertiere von der Herde zu trennen, oftmals war er den Hirten in den langen einsamen Tagen und Nächten auch ein aufmerksamer Gesellschafter. Diese Tatsachen machen den Bergamasker noch heute zu einem führigen und sehr intelligenten Hund. Seine besondere Konzentrationsfähigkeit, seine Wachsamkeit und seine Geduld machen ihn auch zu einem gelehrigen Schüler, bei fast allen hundesportlichen Ausbildungen. So eignet er sich genauso für den Fährten- und Rettungsdienst, wie für eine Begleithundeprüfung oder als Begleiter bei der Ausübung jedes anderen Breitensports.
Der Bergamasker ist ausgesprochen kinderlieb und besitzt einen überaus liebenswürdigen Charakter, was ihn zu einem idealen Familienhund macht.
Als starker und mutiger Hirtenhund besitzt er natürlich auch einen sehr ausgeprägten Bewegungsdrang und benötigt viel Auslauf. Damit ist der Bergamasker für Alle, die einen unkomplizierten, sportlichen Familienhund mit wunderbarem Charakter und Ausdauer suchen, die ideale Wahl.

Das Erscheinungsbild

Der Bergamasker Hirtenhund besitzt noch immer ein sehr ursprüngliches, rustikales Aussehen. Er ist kräftig gebaut, besitzt aber trotzdem einen wohl proportionierten Körper. Die Rüden weisen eine Größe von bis zu 62 cm auf, die Hündinnen werden ebenfalls noch bis zu 58 cm groß, was sie zu mittelgroßen Hunden macht. Sie besitzen ein langes, üppiges Haarkleid, welches im hinteren Bereich mit verfilzten "Zotteln" durchsetzt ist. Der Kopf ist zwar groß, wirkt jedoch nicht plump und besitzt weiches, nicht verfilztes Haar. Farblich kommt das Haarkleid in allen möglichen Grauschattierungen vor. Doch auch schwarzes Fell, schwarz und grau geflecktes, sowie hellgraues mit rötlichen oder isabelle Schattierungen kann vorkommen. Die Ohren sind dünn, mit Fell bedeckt und hängend. Obwohl das üppige, zottelige und verfilzte Haarkleid zum ursprünglichen Erscheinungsbild der Bergamasker gehört, kann man ihn natürlich auch regelmäßig kämmen, damit er keine verfilzten Zotteln bekommt, oder ihn sogar scheren. Dies vereinfacht vielleicht etwas die Pflege nach langen Spaziergängen durch Wind und Wetter. An seinem tollen Charakter ändert das Erscheinungsbild jedenfalls nichts.

Der Bergamasker als Familienhund

Der einzigartige Charakter des Bergamasker, seine einmalige Intelligenz, Treue und Ausgeglichenheit machen ihn heute zu einem idealen Familienhund, der gerne auch aktiv am Tagesablauf teil hat. Er strahlt eine gelassene Ruhe aus und nichts kann ihn so schnell aus der Fassung bringen. Aber trotzdem ist der Bergamasker ein sehr sensibler Hund, der auf jede Stimmungsschwankung reagiert. Familiäre Streitigkeiten, bei denen es auch laut zugeht mag er daher gar nicht.
Wie jedem Tier sollte man ihm mit Liebe, Freude aber auch mit Konsequenz begegnen. Jedoch sollte man ihm auch ausreichend Raum geben, um seine eigene Persönlichkeit zu entfalten.