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Bearded Collie

Bearded Collie

Die Ursprünge des Bearded Collie liegen vermutlich im schottischen Hochland. Er ist ein rechter Tausendsassa, der eine Menge zu schaffen vermag. So beherrscht er nicht nur die Kunst des Hütens, sondern kann auch perfekt treiben. Und das ist noch nicht genug: Auch als Bewacher leistet er gute Dienste und schützt als treue Seele Haus und Hof. Mit dieser beachtlichen Ansammlung an Fähigkeiten übertrifft er seine „Kollegen“ Bobtail und Border Collie: Bobtails sind nicht so talentierte Hütehunde und Border Collies versagen eher schon einmal im Schutz- und Wachdienst. Der Bearded Collie schafft dagegen alle drei Aufgaben mühelos – das zeichnet ihn aus. Vermutlich haben alle drei Rassen gemeinsame Ahnen in Form solider Arbeitstiere, denen bestimmte Aufgaben gut anvertraut werden konnten.

Äußere Merkmale

Die Widerristhöhe liegt bei 53-56 cm (Rüde) beziehungsweise bei 51-54 cm (Hündin). Das durchschnittliche Gewicht beträgt beim männlichen Hund etwa 25 kg, beim weiblichen Exemplar rund 20 kg.

Das Wort „bearded“ bedeutet „bärtig“; dies ist ein Hinweis auf das dichte Fell des Bearded Collie. Diese Eigenschaft ist gerade für die rauen Witterungsverhältnisse im schottischen Hochland sehr vorteilhaft; der robuste Bearded Collie kommt mit Schlechtwetter bestens zurecht.

Seine Farben erstrecken sich von schwarz über braun und sandfarben bis in den grauen Bereich. An den Pfoten, im Gesicht und an der Rutenspitze lassen sich weiße Tupfer ausmachen.

Als von der FCI anerkannter britischer Rassehund sollte der Bearded Collie einen Farbton der Augen aufweisen, der möglichst den Fellfarben ähnelt. Darüber hinaus zeichnet sich der typische Bearded Collie durch Augenbrauen aus, die deutlich nach oben gewölbt sind.

Im Ruhezustand hängen die mittelgroßen Ohren lose herab. Erregt jedoch etwas die Aufmerksamkeit des Hundes, so heben sich die Ohren etwa auf Schädelhöhe.

Das Wesen der Bearded Collie

%h4%Anspruch und Wirklichkeit

Gemäß den Rassestandards sind Bearded Collies aufmerksame, selbstsichere und intelligente Tiere. Ihr Ausdruck sollte aufgeweckt und forschend sein – Sinnbild einer natürlichen Neugier und Aufgeschlossenheit.

Darüber hinaus sollen sie keine Anzeichen von Nervosität oder Aggressivität aufweisen.

Leider sind manche Tiere heutzutage überzüchtet. Das zeigt sich in auffälliger Nervosität, die teilweise mit einer eigenartigen Ängstlichkeit gepaart ist. Fast hat man den Eindruck, das Traditionstier „Bearded Collie“ ist mit den Anforderungen der „modernen Zeit“ überfordert. Unsere oftmals laute und hektische Umgebung ist Gift für den Naturburschen – es „stresst“ ihn einfach. Körperliche Symptome dafür sind Verweigerungshaltung, Anfälligkeit für Krankheiten sowie typische Stressreaktionen wie Durchfall, Erbrechen, Zittern oder Herzrasen.

Tipp: Wer sich einen Bearded Collie anschaffen möchte, sollte vor allem auf einen möglichst breiten Kopf und einen kräftigen Körperbau achten. In der Regel sind solche Tiere weniger überzüchtet und kommen besser mit Stress im Alltag klar.

Familieneignung des Bearded Collie

Bearded Collie sind sehr anpassungsfähig. Dementsprechend sind sie auch in der Lage, sich in eine Familie mit Kindern einzufügen. Sie sind in der Regel sehr lernfreudig. So überrascht es nicht, dass sich Kinder gerne mit ihnen beschäftigen und ihnen problemlos einige Fertigkeiten beibringen können. Kleine Kommandos wie „rechts“, „links“ oder „stopp“ lernen die klugen Tiere schnell.

Kinder haben meistens Bewegungsdrang – genauso wie der Bearded Collie. So gibt es für beide nichts Schöneres, als draußen in der Natur miteinander herumzutollen. Das Beste dabei: So lebhaft der Hund draußen ist, so ruhig und friedlich ist er im Haus.

Ein weiterer Vorteil: Bearded Collie teilen sich ihrer Umgebung recht deutlich mit. Sie gelten als „kommunikativ“. Haltung und Ausdruck, insbesondere aber die Blickweise verraten deutliche Signale wie „langweilig“ oder „Ich brauche Ruhe“. Aber nicht nur mit Kindern kommen Bearded Collie gut zurecht. Auch mit Artgenossen gehen sie fast immer freundlich um. So eignen sie sich auch hervorragend als Zweithunde.

Gute Rassehunde sind übrigens keineswegs besonders anfällig für Aggression. Nur bei überzüchteten Tieren können entsprechende Anzeichen auftreten, die eine Familieneignung ausschließen.