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Basenji

Basenji

Sein Name bedeutet in etwa "wildes Ding aus dem Busch", und tatsächlich hat diese Rasse durch seine Ursprünglichkeit seinen ganz besonderen Reiz. Der sensible Hund zeigt eine ausgeprägte Mimik und fordert von seinem Menschen Konsequenz und Aufmerksamkeit. In seiner Familie ist er bei richtiger Behandlung und Auslastung ein treuer Begleiter, der seinen Bezugspersonen große Zuneigung entgegen bringt.

Aussehen

Der Basenji gehört nach der FCI-Klassifikation zur Gruppe der Spitze und Hunde vom Urtyp. Er wird als stolzer, aristokratischer Hund mit leichtem, hochläufigem Körperbau und intelligentem Ausdruck beschrieben. Der Kopf ist faltenreich, die Ohren stehen aufrecht. Die Brust soll tief und die Taille deutlich angesetzt sein, ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die hoch angesetzte und eng gerollte Rute.
Das Haar ist kurz, dicht und sehr fein. Sein Fell ist rot, schwarz, weiß, tricolor oder gestromt, Brust, Pfoten und Rutenspitze sind weiß.
Mit einer idealen Größe von 40 cm und einem Gewicht von 9,5 kg bei Hündinnen und 43 cm und 11 kg bei Rüden zählt der Basenji zu den mittelgroßen Hunden.

Geschichte

Der Basenji kommt aus dem zentralafrikanischen Kongo, wo er als Jagdhund eingesetzt wird. Andere für den Basenji verwendete Namen sind zum Beispiel African Bush Dog oder Congo Terrier. Wie der Hund nach Afrika kam, ist nicht bekannt, Abbildungen und Skulpturen lassen seinen Ursprung in Ägypten vermuten.
In der Meute stöbert er Wild auf und treibt es in die von den Jägern aufgestellten Netze.
Er lebt in der Regel im Rudel im Umfeld des Dorfes, seine Nahrung bekommt er zum Teil von den Menschen, er jagt aber auch selbst.
In Europa wurde der Basenji erst Anfang des 19. Jahrhunderts bekannt, in Deutschland ist der erste Wurf in den 70er Jahren dokumentiert.
Dadurch ist die Rasse durch züchterische Eingriffe kaum verändert, sein Aussehen und sein Charakter sind ursprünglich geblieben.

Charakter

Durch sein in seiner Heimat sehr selbstbestimmtes Leben ist der Basenji ein Hund, der Befehle infrage stellt. Er ist hochintelligent und wird seinen Besitzer immer wieder herausfordern. Auf strenge und harte Ansprache reagiert er mit Befehlsverweigerung. Entsprechend sind Geduld und Konsequenz bei der Erziehung unerlässlich.
Der Basenji hat schnell heraus, wie er seinen Besitzer um die Pfote wickeln kann, und wird sich aller Tricks bedienen, um seinen Besitzer vergessen zu lassen, dass er gerade einen ihm wohlbekannten Befehl ganz bewusst ignoriert hat. Gleichzeitig ist er ein sehr liebevoller Hund, der seine Familie über alles stellt und ihnen in jeder Situation treu ist. Fremden gegenüber ist er zu Beginn meist verhalten und sucht sich sehr genau aus, wen er in seinem Rudel akzeptiert. Er neigt nicht zur Aggressivität, zeigt aber mit seiner Mimik und Körperhaltung sehr deutlich, wenn ihm etwas nicht gefällt.
Sein Wesen wird häufig mit dem einer Katze verglichen, und tatsächlich haben Basenjis einige ähnliche Züge.

Haltung

Der Basenji ist sehr sozial, aktiv und neugierig. Um seinen Sozialtrieb zu befriedigen, ist die Rudelhaltung ideal, mindestens sollten regelmäßige Treffen mit anderen Hunden eingeplant werden. Der Besuch einer Hundeschule ist gerade für Anfänger sinnvoll, der Charakter des Basenjis sollte hierbei aber immer beachtet werden. Ob der Basenji Spaß hat an Sportarten wie Agility oder Dogdance hängt vom individuellen Tier ab, bei Spaß auf beiden Seiten sind diese eine gute Möglichkeit, den Hund auszulasten.
Sein Jagdverhalten ist sehr ausgeprägt und er geht abgeleint gern seine eigenen Wege. Einen Basenji im Freilauf zu kontrollieren ist schwierig, aber nicht unmöglich.
Mit Kindern kommt der soziale Hund in der Regel sehr gut zurecht und begegnet ihnen vorsichtig und liebevoll. Aufgrund seiner Stärke und seines Wesens sollten Kinder aber nicht allein mit ihm spazieren gehen.

Sein neugieriger, sturer, eigensinniger, treuer und zauberhafter Charakter macht den Basenji zu einem ganz besonderen Gefährten.