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Barsoi

Barsoi

Der Barsoi ist ein ursprünglich aus Russland stammender Hund, dessen edle Gestalt und seidiges Fell ihm ein aristokratisches Aussehen verleihen. Kein Wunder, dass er sich beim russischen Adel großer Beliebtheit erfreute. Auch der berühmte Schriftsteller Leo Tolstoi hatte ein Faible für die hochgewachsene und flinke Rasse.

Herkunft

Über die exakte Abstammung des Barsoi herrscht Unklarheit. Eine Theorie sieht in ihm die Kreuzung zwischen einem ausgestorbenen Schlittenhund der Lappen und einem Collie. Eine andere verortet die Ursprünge im altägyptischen Windhund oder im Gaze Hound des Mittleren Osten. Die Rasse wurde gegen Ende des Mittelalters für Hetzjagden (Wölfe, Hasen, Füchse usw.) auf den russischen Ebenen entwickelt. Rasch erfreute sie sich der Gunst des Adels, der sich um ihre Zucht verdient machte. Zu nennen sind beispielsweise die berühmten Zuchten des Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch in Perchino oder die des Zaren Gatschina in der Nähe von St. Petersburg.
Der Barsoi wurde im 19. Jahrhundert zum beliebten Gegenstand der Jagd- und Landschaftsmalerei in Russland. In seinem Epos „Krieg und Frieden“ setzte ihm Tolstoi mit einer beeindruckenden Schilderung einer Wolfsjagd ein literarisches Denkmal. Kurz, der Barsoi – der bis in die 1930er Jahre noch als russischer Wolfshund bekannt war – war lange Zeit der russische Nationalhund schlechthin.

Körperbau

Der Barsoi vereint die typischen Merkmale des schnellen Läufers. Sein Körper ist von stromlinienförmiger Gestalt, die Brust tief gelagert, der Rücken stark gekrümmt. Kennzeichnend ist der große, stumpfe Winkel zwischen Schenkel und Sprunggelenk. Die Läufe weisen eine starke Muskulatur auf. Ebenfalls unverwechselbar: der lange, bis auf den Boden reichende Schwanz. Der Rüde erreicht bei einem Gewicht zwischen 34 und 48 kg eine Schulterhöhe von 71 bis 86 cm. Die Hündin wiegt zwischen 27 und 36 kg und bringt es auf einer Schulterhöhe von 66 cm.

Kopf

Gesicht und Schnauze sind sehr lang geformt. Die kleinen Ohren liegen relativ weit hinten am Kopf. Die Augen sind dunkel und von dreieckiger Form.

Farbe und Fell

Das seidige, weiche Fell ist an Brust, Hinterteil und Schwanz lang und dicht. Das Haarkleid ist entweder wellig oder gelockt, ohne jedoch Löckchen zu bilden. Die Grundfarbe ist Weiß, doch werden alle Farben akzeptiert.

Wesen

Der Barsoi ist ein sensibler, etwas zur Vorsicht neigender Hund. Er spielt gerne, sowohl mit Erwachsenen als auch mit Kindern. Für unerfahrene Hundehalter eignet er sich nicht, da er reicht eigensinnig sein kann. Gehorsam lernt er nur allmählich, bei guter und kontinuierlicher Erziehung wird er jedoch ein treuer und verlässlicher Begleiter. Als Jagdhund legt er ein entsprechendes Verhalten an den Tag. Wie viele Windhunde zählt auch der Barsoi zu einem der schnellsten Landtiere. Dem Verlangen nach Auslauf gilt es unbedingt Rechnung zu tragen.

Pflege und Haltung

Tägliches Bürsten hält das Fell glänzend, eine besondere Behandlung ist ansonsten nicht notwendig. Unerlässlich ist der tägliche Auslauf, idealerweise mehrmals pro Woche freie Bewegung an der frischen Luft, etwa beim Joggen oder Spazierengehen. Ein Haus mit großem Garten oder Freilauffläche ist einer reinen Wohnungshaltung vorzuziehen. Die Haltung im Zwinger verbietet sich. Der Barsoi kann als Einzelhund gehalten werden, doch kommt Mehrhaltung dem Wesen dieser Rasse entgegen. Wird der Barsoi einzeln gehalten, sucht er verstärkt die Nähe des Menschen.