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Azawakh

Azawakh

Der Azawakh ist ein insbesondere in Deutschland eher unbekannter Hund, der ursprünglich aus Afrika stammt und zur Gruppe der Windhunde gehört. Dementsprechend mag er sehr warme Temperaturen und ist beim Hundesport für alles geeignet, was mit dem Erreichen von hohen Geschwindigkeiten zu tun hat.

Aussehen

In seinem äußeren Erscheinungsbild entspricht der Azawakh diversen europäischen Windhunden. Das bedeutet, dass sein Rücken eher kurz und flach ausfällt, die sehr langen Hinterläufe sorgen außerdem dafür, dass die Hüfthöhe etwas oberhalb der Schulterhöhe liegt. Der Azawakh ist sehr dünn – und verzichtet auch freiwillig auf Futter, um dieses Status zu behalten – und erinnert in seinen sparsamen und grazilen Bewegungen an den Lauf von Katzen. Häufig sind insbesondere die Rippen auch durch das Fell zu sehen, was allerdings nicht auf Unterernährung hindeutet. Auch die gesündesten Hunde essen sich sehr selten eine Fettschicht an. Normalerweise erreicht der Azawakh eine Schulterhöhe von bis zu 74 Zentimetern, das Gewicht beläuft sich auf maximal 25 Kilogramm, weniger ist allerdings die Regel. Sein Fell ist sehr kurz und meist in rötlichen, braunen oder schwarzen Farbtönen gehalten. Ausnahmen sind Felle in bläulichem Grau und sogar Weiß. Seine Ohren trägt der Azawakh ebenso wie den Schwanz hängend. Die Lebenserwartung beträgt bei gesunden Exemplaren durchschnittlich bis zu 13 Jahre.

Verhalten

Während besonders in Europa Windhunde meist nur dem Zweck dienen, bei Hunderennen sehr schnell laufen zu können, ist der Azawakh traditionell primär ein Wachhund. Das bedeutet, dass er mitunter enge Bindungen mit seinem Besitzer eingeht. Zu diesem ist er dann auch sehr nett und feinfühlig. Dennoch bewahrt er sich eine gewisse Unabhängigkeit, was auch beim Besuch durch fremde Menschen deutlich wird. Der Azawakh verhält sich gegenüber diesen Personen eher reserviert, selbst einfache Berührungen versucht er zu vermeiden. Aggressionen zeigt diese Rasse selten und meist nur dann, wenn sich der Hund bedroht fühlt oder Drohungen gegenüber seinem Besitzer wahrnimmt. Die meisten Azawakhs sind außerdem dafür bekannt, sehr gerne Löcher in lockerer Erde zu graben – wie also beispielsweise auch im Garten.

Gesundheit und Sportlichkeit

Als sehr schnelle Jagdhunde sind Azawakhs dafür bekannt, sich von eventuell erlittenen Verletzungen beim Auslauf sehr rasch erholen zu können. Spezielle Krankheiten, die nur diese Hunderasse erleiden kann, gibt es nicht. Der Azawakh ist daher nicht anfälliger oder weniger anfällig gegenüber typischen Hundekrankheiten als jede andere Rasse. Sportlich gesehen ist der Azawakh ein idealer Begleiter: Er besitzt eine extreme Fitness und eine fantastische Ausdauer, was ihn auch für den Menschen selbst als Partner beim Joggen beispielsweise eignet. Durch ihre afrikanische Herkunft sind sie gegenüber Hitze außerdem so gut wie unempfindlich. Selbst bei Temperaturen von 35° Celsius und mehr büßt dieser Hund nichts von seiner Ausdauer und enormen Geschwindigkeit ein. Diese kann bei gesunden Azawakhs in der Blüte ihrer Lebenszeit bis zu 65 Kilometer pro Stunde betragen. Er kann diese Geschwindigkeit auch über längere Strecken halten, so dass der Hund nicht nur für den Sprint geeignet ist. Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Azawakh somit für jeden Hundesport mehr als geeignet ist, der auf hohe Geschwindigkeiten Wert legt. Er ist leicht dressierbar und Befehle setzt er schnell um – denn schließlich machen ihm diese Aktivitäten auch selbst Spaß. Unsportlich zeigt er sich jedoch bei Regen oder Schnee und allgemein bei kaltem Wetter, denn dann ist der Azawakh nur schwer zur Mitarbeit zu überreden.

Zusammenfassung

Wer einen schnellen und leicht trainierbaren Hund sucht, ist beim Azawakh sehr gut aufgehoben. „Schnell“ bedeutet in diesem Zusammenhang aber wirklich pfeilschnell – was auch heißt, dass der Azawakh extrem viel Auslauf benötigt und nur schwer in Städten ohne viele Grünflächen gehalten werden kann. Für den Hundesport ist er ansonsten sehr gut geeignet.