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Australian Cattledog

Australian Cattledog

Die Hunderasse Australian Cattle Dog bezeichnet einen kräftigen und kompakten australischen Gebrauchshund, der gern anspruchsvolle bis sehr schwere Aufgaben übernimmt. Die FCI klassifiziert ihn unter Nummer 287/ Sektion 2/ Gruppe 1 und beschreibt ihn als kraftvoll, leistungsfähig und dabei ausgewogen mit viel Substanz. Seine Muskulatur erscheint stark mit hoher Beweglichkeit, was Ausdauer wie Kraft verspricht.

Phänotypische Beschreibung des Australian Cattle Dogs

Ein Australian Cattle Dog erscheint zwar kompakt und robust, ist dabei aber sehr wendig. Hündinnen werden 43 bis 48 cm, Rüden 45 bis 51 cm groß, das Gewicht beträgt adäquat zur Widerristhöhe 16 bis etwa 25 kg. Die Rasse trägt die Farben Rot und Blau, beide auch gesprenkelt, sowie Blau getüpfelt. Lohfarbene Abzeichen finden sich bei allen Farbkombinationen am Kopf sowie am Rutenansatz. Ein kräftiger Kopf mit breitem Schädel flacht zum leichten Stop ab, unter dem schwarzen Nasenschwamm findet sich ein breiter Fang mit glatten Lefzen, kräftigem Unterkiefer und regelmäßigem Gebiss, mit dem ein Australien Cattle Dog auf der Weide störrisches Vieh in die Ferse zwickt. Ovale, mittelgroße Augen drücken Intelligenz und Wachsamkeit aus, die Ohren sind mittelgroß und breit, sie stehen aufrecht. Der Körper eines Australien Cattle Dog ist von der Brustbeinspitze bis zum Sitzbeinhöcker etwas länger als die Widerristhöhe (Verhältnis 10 : 9), der Hund hat starke Lenden, eine lange, abfallende Kruppe und eine tiefe Brust. Die Rute setzt mäßig tief an, die Gliedmaßen erscheinen rund und stehen parallel. Die Rasse zeichnet sich durch einen geradlinigen, geschmeidigen Gang mit der Fähigkeit zu plötzlichen Bewegungen aus. Das doppelte Haarkleid des Australien Cattle Dog ist glatt mit dichter, kurzer Unterwolle und durchschnittlich 2,4 bis 4 Zentimeter lang.

Wesen der Australien Cattle Dogs

Geschätzt wird die Rasse als intelligenter und unermüdlicher Arbeitshund, der Fremden gegenüber reserviert auftritt, da die australischen Siedler ihn nur mit den Wächtern und besten Treibhunden gemeinsam züchteten. Das gesamte Verhaltensspektrum ist sehr breit gelagert, einige Tiere können nur von Menschen mit guter Kenntnis rassespezifischer Verhaltensweise geführt werden. Rüden sind bisweilen sehr rangbewusst, weshalb inkonsequente Personen keinen Australien Cattle Dog halten sollten. Gegenüber anderen Hunden nehmen die Rüden der Rasse gern eine Kampfaufforderung an. Bis heute setzen die Australier ihre Cattle Dogs als Hirtenhunde für Rinder- und Schafherden ein, was deren Wesen stark entgegenkommt. Als Familienhunde sind die Tiere anspruchsvoll, tägliche Spaziergänge genügen nicht für die Beschäftigung. Züchter empfehlen für Australien Cattle Dogs den Einsatz beim Hundesport.

Herkunft und Überliefertes

Die frühen australischen Siedler züchteten den Australien Cattle Dog auf die Treibarbeit an Kühen hin, sie hatten die Ahnen der Rasse aus England importiert. Ein Vorfahr dürfte der Old English Sheepdog gewesen sein, der aber dem australischen Klima durch sein langes Fell nicht gewachsen war. Einer der Rinderzüchter, Thomas Hall, importierte in den 1830er Jahren schließlich Drover Dogs aus Nordengland, die dort zum Viehtreiben eingesetzt wurden, er kreuzte sie mit dem australischen Dingo und möglicherweise auch English Sheepdogs sowie dem Australischen Kelpie, woraus sich in etwa einem Jahrzehnt die Rasse der Hall's Heeler und später der Australian Cattle Dogs etablierte. Diese wurde zum erfolgreichsten Hirtenhund des Kontinents, die Familie Hall verkaufte ihre Exemplare bis 1870 nicht. Allerdings soll die Rasse teilweise die Erbkrankheit der Progressiven Retinaatrophie in sich tragen, bei der die Netzhaut allmählich abstirbt. In der Zucht werden die Tiere daher seit vielen Jahren getestet, um eine Vererbung an die Welpen zu unterbinden, was auch gelingt. Auch Taubheit kann bei einigen Tieren auftreten, dafür sind andere Erbkrankheiten wie Katarakt, Epilepsie, Spondylose, Patellaluxation und von-Willebrand-Krankheit äußerst selten.