Livestream Shop Sponsoren

Anglo-Français de petite vénerie

Anglo-Français de petite vénerie

Der lange Name des Anglo-Français de petite vénerie bedeutet übersetzt: Der „englische Franzose für die kleine Jagd“. Freunde des pfiffigen mittelgroßen Jagdhundes nennen ihn in Deutschland meist kurz „Anglo-Franzose“. Die Rasse entstand durch zahlreiche Kreuzungen bekannter Jagdhunderassen, u.a. gehört auch der Beagle zu seinen Ahnen. Deshalb erinnert der „Anglo-Franzose“ im Aussehen an einen schmalen und etwas langbeinigen Beagle. Er hat das gleiche Trikolore-Fell in Braun-Schwarz-Weiß und ähnliche Ohren. In manchen Züchtungen ist er auch zweifarbig. Er kann bis zu 56 Zentimeter Schulterhöhe erreichen, ist oft aber etwas kleiner. Auch dann, wenn er nur 48 Zentimeter erreicht, erfüllt er noch den Rassestandard. Er ist schlank und wiegt selten mehr als 15 bis 20 Kilogramm. Er hat einen verhältnismäßig langen Hals und einen mittelgroßen Kopf. Mit dem Begriff „petite vénerie“ (kleine Jagd) ist die Niederjagd gemeint. Er ist ein ausgezeichneter Hasen- und Fuchsjäger. Manchmal wird er auch bei der Wildschweinjagd eingesetzt.

Der intelligente Hund

Der Anglo-Français de petite vénerie gilt als ausgesprochen klug. Er soll zu den intelligentesten Hunderassen überhaupt gehören. Außerdem ist er so mutig und tollkühn, dass er sich hin und wieder auch überschätzt. Er gehört zu den Hunden, die selbst vor Wildschweinen keine Angst haben. Er ist treu und anhänglich und liebt seine Menschen. Fremden Personen gegenüber ist jedoch ausgesprochen misstrauisch und manchmal sogar feindlich eingestellt. Dank seiner Intelligenz lernt er schnell. Er ist ein ausgezeichneter Jagdhund. Für andere Sportarten wie Agility kann er sich jedoch nicht begeistern. Er liebt seine Freiheit über alles und will auf keinen Fall nur in der Wohnung sein. Wer sich einen „englischen Franzosen“ zulegt, sollte so wohnen, dass der Hund jederzeit in einen großen Garten laufen kann.

Erziehung – von Kindesbeinen an

Mit einem Anglo-Français de petite vénerie zieht ein echter Jagdhund ins Haus, der sich am wohlsten fühlt, wenn er durch die Wälder pirscht. Als Besitzer eines englischen Franzosen sollte man sich am besten von Anfang an darauf einstellen, dass der Hund eingehend erzogen werden muss. Dazu wird man am besten in einer Jagdhundeschule aktiv. Der Hund muss lernen, wann das Jagen erwünscht und wann es unerwünscht ist. Er muss auch den Unterschied zwischen Spiel und Arbeit erkennen. Ein Anglo-Français de petite vénerie hat einen ausgeprägten Jagd-Instinkt, der zu schwierigen Situation führen kann, wenn dieser Instinkt nicht fachgemäß geleitet wird.

Er ist kein Familienbegleithund und auch als Schmusehund für Kinder ungeeignet. Wenn er trotzdem ausschließlich als Familienhund leben soll, muss man ihm Sportarten betreiben, in denen er sich entfalten kann. Falls er nicht genug ausgelastet ist, kann er im schlimmsten Fall einen äußerst schwierigen Charakter entwickeln. Wer selbst kein Jäger ist, aber trotzdem einen Hund dieser Rasse besitzen möchte, sollte sich deshalb mit den unterschiedlichen Hundesportarten für Jagdhunde vertraut machen. Er kann das Vorstehen, das Apportieren und das Fährtensuchen lernen. Als Welpe braucht er noch viel Ruhe, aber im Alter von einem halben Jahr sollte das Training spätestens beginnen. Er muss lernen, seine Nase einzusetzen. Als erwachsener Hund sollte er viel Bewegung haben, und seine Menschen sollten sich mehrere Male pro Woche einige Stunden ausführlich Zeit für ihn nehmen. Es gibt Jagdhunde, denen es nicht viel ausmacht, wenn sie ihrer eigentlichen Bestimmung nicht nachgehen können. Der Anglo-Français de petite vénerie gehört nicht dazu. Er wird als „arbeitsloser“ Jagdhund unglücklich. Leider gehört er zu den Rassen, bei denen sich manche Besitzer nach einiger Zeit überfordert fühlen. Die Anschaffung eines solchen Hundes sollte deshalb genau überlegt und bedacht werden.