Livestream Shop Sponsoren

Český fousek

Český fousek

Der Böhmische Rauhbart, in seiner tschechischen Heimat als Cesky Fousek bekannt, macht seinem Namen alle Ehre. Typisch für diese mittelgroße Rasse ist der lange Bart, der sich um Lefzen und Unterkiefer bildet. Der ursprüngliche Jagd- und Vorstehhund war bereits ausgestorben, als er in den 1980er Jahren wieder erzüchtet wurde. Aus diesem Grund sieht der moderne Fousek auch dem eingekreuzten Deutsch Drahthaar sehr ähnlich.

Geschichte

Der Böhmische Rauhbart ist ein Vorstehhund mit rauer Behaarung, der außerhalb seiner Heimat nur vereinzelt zu finden ist. Er war bis zum Ersten Weltkrieg ein beliebter und sehr vielseitig einsetzbarer Jagd- und Gebrauchshund. Durch den Krieg ist der dann in Vergessenheit geraten und danach völlig verschwunden. Nachdem auch der Korthals-Griffon Anfang der 1980er Jahre im heutigen Tschechien fast nicht mehr existierten, bemühte man sich, den Böhmischen Rauhbart wieder neu zu züchten. Ausgangsrassen waren dabei der Korthals-Griffon, Deutsch Stichelhaar und Deutsch Drahthaar sowie eventuell auch Deutsch Kurzhaar, wobei diese Einkreuzung nicht sicher belegt werden kann. Kein Wunder also, dass der Fousek (wie diese Rasse von ihren Liebhabern gern genannt wird) dem Deutsch Drahthaar sehr ähnlich sieht.

Standard

Der Böhmische Rauhbart oder auch Fousek zählt zu den mittelgroßen Hunderassen. Der Rücken ist vergleichsweise kurz, wird allerdings durch eine lange und mäßig abfallende Kruppe verlängert. Der Brustkorb soll oval geformt sein und gemeinsam mit den übrigen Körpermerkmalen einen harmonischen Gesamteindruck hinterlassen. Bei Seitenansicht tritt das Brustbein optimalerweise deutlich hervor. Die Schultern sind schräg gelagert und zeichnen sich durch eine gut entwickelte Muskulatur aus. Der Bauch sollte aufgezogen sein, darf jedoch keinesfalls den Eindruck von Magerkeit erwecken. Der eingezogene Bauch ermöglicht erst die richtige Bewegung. Die Rute ist dermaßen angesetzt, dass sie als Verlängerung der Rückenlinie angesehen werden kann. Sie soll waagerecht bzw. nur geringfügig gehoben getragen werden. Rüden sind zwischen 60 und 66 Zentimeter hoch, Hündinnen zwischen 58 und 62 Zentimeter. Das Gewicht beträgt, je nach Größe, zwischen 27 und 34 Kilogramm. Die Behaarung setzt sich aus drei Haarsorten zusammen. Die dichte und weiche Unterwolle ist etwa 1,5 Zentimeter lang und soll Feuchtigkeit daran hindern, bis zur Haut vorzudringen. Die Unterwolle fällt im Sommer aus. Das harte und derbe Deckhaar liegt gut auf. Es wird zwischen drei und vier Zentimeter lang. Die Grannen sind zwischen fünf und sieben Zentimeter lang und zeichnen sich durch eine besondere Härte aus. Insbesondere an der Vorderbrust, den Schultern, den Weichen und der Rückenlinie sind sie sehr markant. An Lefzen und Unterkiefer bilden längere und weichere Haare den namensgebenden Bart. Gemäß Standard sind folgende Farben zugelassen:

- Dunkelbraun
- Braunschimmel (Weiß mit braunen Sprenkeln oder Platten)
- Weiß mit braunen Platten und Kopfzeichnung

Der Böhmische Rauhbart ist unter der Nummer 245 im FCI eingetragen,

Charakter

Der Fousek ist ein freundlicher, leichtführiger Hund, der sowohl zu Lande, in Feld und Wald als auch im Wasser für die Vorsteh- und Apportierarbeit verwendet wird. Somit ist er sehr vielseitig einsetzbar und wird in seiner Heimat als zuverlässiger Jagdbegleiter sehr geschätzt. Darüber hinaus ist er ein ruhiger Hausgenosse und auch ein angenehmer Familien- und Begleithund.

Besonderheiten und Pflege

Die geschlechtsspezifischen Größenunterschiede sind häufig recht stark ausgeprägt. Eigentümlich ist seine Behaarung. Die dichte, weiche Unterwolle verschwindet im Sommer vollständig. Das Deckhaar besteht aus vier Zentimeter langen, anliegenden Haaren und sechs Zentimeter langen Haaren, die durch die kürzeren hindurch stoßen. Typisch sind, wie der Rassename es schon andeutet, der Bart sowie die ziemlich weit hinten angesetzten Behänge. Ursprünglich wurde bei diesen fast ausschließlich jagdlich geführten Hunden die Rute um etwa ein Drittel oder sogar die Hälfte kupiert. Aufgrund des Rutenkupierverbotes in verschiedenen Ländern sieht man heute auch häufiger Exemplare mit langer Rute.