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Épagneul breton

Épagneul breton

Der bretonische Spaniel (Epagneul Breton) wird von der Fédération Cynologique Internationale in der Gruppe 7, Sektion 1.2 geführt. Der mit den Settern verwandte Epagneul Breton stammt aus der zentralen Bretagne und ist der in Frankreich häufigste Vorstehhund, der seit Beginn des 20. Jahrhunderts aus einer derberen Arbeitsrasse mit gedrungenem Körperbau gezüchtet wurde.

Erscheinungsbild

Der Gesamteindruck der über einen harmonischen und eleganten Körperbau sowie ein starkes Knochengerüst verfügenden, energiegeladenen Bretonischen Spaniel ist kräftig, stämmig und kompakt. Die Widerristhöhe der Bretonischen Spaniel liegt zwischen 47 und 52 Zentimetern (Hündinnen 46 bis 51 Zentimeter), die damit die kleinste Rasse unter den Vorstehhunden darstellen. Widerristhöhe und Körperlänge bilden eine quadratische Form. Das Gewicht der Spaniel beträgt etwa 15 Kilogramm. Alle Gangarten hinterlassen einen lebhaften, kraftvollen, fließenden und regelmäßigen Eindruck. Bevorzugte Geländegangart des Spaniels ist der Galopp.

Vorkommende Farbkombinationen des Fells sind Schwarz und Weiß, Weiß und Orange sowie dreifarbige Tönungen, bei denen die Tiere weiß gefleckt sind und lohfarbige (dunkel falbfarben bis orangene) Abzeichen tragen können. Das feine, aber nicht seidige Fell ist nie gekräuselt, sondern leicht gewellt oder glatt. Am Kopf und an der Vorderseite der Läufe ist das Haarkleid kurz, während die Rückseite der Gliedmaßen reichlich Fransen aufweist. Schmale Blessen sind bei allen Farbschlägen in der Zucht erwünscht. Einfarbige Felle werden dagegen ausgeschlossen.

Der Schädel ist etwa 1,5-fach länger als der Fang. Der Stopp ist sanft geneigt. Die Farbe des Nasenschwamms sollte mit der Fellfarbe harmonieren. Die leicht schrägen und ovalen Augen verfügen über einen aufgeweckten, sanften und freimütigen Ausdruck. Die vorzugsweise dunkle Augenfarbe sollten dem Fell angepasst sein. Die hoch angesetzten, breiten, am Kopf flach herabhängenden und (bei Aufmerksamkeit oder während der Arbeit) sehr beweglichen Ohren zeigen ein Dreieck und reichen in nach vorne gelegter Form bis zum Stopp. Der obere Teil des Behangs verfügt über gewellte Haare, während der untere Teil kurz behaart ist.

Die hoch ansetzende säbelartige Rute zeigt eine Stummelform (bis zu höchstens 10 Zentimetern Länge), fehlt aber bei manchen Tieren seit ihrer Geburt gänzlich. Sie werden leicht abfallend oder horizontal, bei Aufmerksamkeit hoch aufgerichtet getragen. Die dünne und anliegende Haut ist gut pigmentiert.

Als Zuchtfehler gelten u. a. Scheu und ausweichender Blick, vorstehende, verschiedenfarbige oder zu helle Augen, weiß umrandete Augen, eine am gesamten Körper kurze Behaarung, eine Scheckung des Behanges, nicht pigmentierte Nasenschwämme oder Augenlider, ein träges Temperament, ein stark ausgeprägter Stopp und ein in seiner Bewegung gehemmtes Gangwerk sowie Afterkrallen.

Wesen

Bretonische Spaniel können sich mit ihrer Intelligenz und Auffassungsgabe, ausgeglichenem Wesen und umgänglichem Verhalten gut an verschiedenste Lebensbedingungen anpassen. Die sensiblen und freundlichen Tiere zeigen unbedingten Gehorsam und suchen die Nähe zu ihrem Besitzer. Die Feinfühligkeit eines Bretonischen Spaniels verbietet eine harte Erziehung.

Nutzung

Der bretonische Spaniel wird als Vorstehhund bei der Jagd auf alle Wildarten und auf jedem Bodenuntergrund eingesetzt. Selbst bei schwierigen Verhältnissen wie Gestrüpp und dichtem Unterholz leistet der auch gegen Nässe unempfindliche Spaniel nach einem Schuss gute Arbeit. Aufgrund seines hervorragenden Geruchssinnes ist diese Hunderasse auch zum Einsatz bei schwierigen Nachsuchaufgaben geeignet.

Haltung und Pflege

Als leidenschaftlicher Jagdhund, der über einen exzellenten Geruchssinn verfügt, kann der Bretonische Spaniel leicht abgerichtet werden, benötigt aber viel Auslauf. In freiem Gelände bearbeiten die Tiere selbständig, aktiv und beharrlich einen großen Aktionsbereich und zeigen Ausdauer beim Vorstehen und beim Apportieren der Beute.

Als Familienhund eignen sich die Bretonischen Spaniel, die sich bei Unterbeschäftigung nicht wohl fühlen, wegen ihres ausgeprägten Bewegungsdranges und ihres angeborenen Jagdtriebes nicht. Die Tiere sollten im Freien und nicht in einer Wohnung oder gar in einem Zwinger gehalten werden.

Um ein Stumpfwerden des Fells zu vermeiden, sollte das Fell eines Bretonischen Spaniels täglich gekämmt werden.